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Maulbronn -  11.05.2026
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Smarte Kommune dank intelligenter Wasserzähler: Stadt Maulbronn und Stadtwerke Pforzheim erläutern umfassende Umstellung

Maulbronn. „Wir nehmen in Maulbronn nun eine Vorreiterrolle im Enzkreis ein“, freute sich Bürgermeister Aaron Treut am Montagmorgen. Denn da stellte Treut im Pressegespräch zusammen mit seinem stellvertretenden Kämmerer Timo Dichtl sowie Pforzheims Stadtwerke-Geschäftsführer Aik Wirsbinna und dem Projektmanager Tom Kling der Stadtwerke Pforzheim (SWP) die neuen smarten Wasserzähler der Klosterstadt vor.

Bis Ende des Jahres sollen die insgesamt rund 2500 bisherigen mechanischen Flügelradzähler in Maulbronn und seinen Stadtteilen Zaisersweiher und Schmie ausgetauscht sein. Über das neue LoRaWAN-Netz der Pforzheimer Stadtwerke mit sieben flächendeckenden Routern werden die Wasserstände digital erfasst. Die in den Gebäuden eingebauten Wasserzähler funken ihre Stände direkt ins neue Netz und müssen nicht mehr manuell abgelesen werden. „Wenn es irgendwo einen Wasserrohrbruch gibt, kann das jetzt über das neue System nachvollzogen werden“, sagte Treut. Das neue digitale System sei für die Bürger transparent und nachvollziehbar. Bei den alten Ablesekarten, ergänzte Timo Dichtl, habe es immer mal wieder Schätzungen gegeben.

„Der Mehrwert liegt darin, dass die elektronischen Wasserzähler eine genaue, automatisierte Übermittlung der Zählerstände ermöglichen und mit zwölf Jahren auch eine längere Laufzeit haben“, erklärte Dichtl. Für die insgesamt 59 städtischen Liegenschaften, wie Hallen, Schulen und Kindergärten, käme noch, so Dichtl, eine Effizienzsteigerung hinzu, da die Hausmeister künftig die Zählerstände nicht mehr manuell erfassen müssten. „Maulbronn hat sich nun konsequent für die neuen Zähler entschieden, das macht die Klosterstadt zur smarten Kommune“, sagte SWP-Geschäftsführer Wirsbinna. Die Kooperation, unterstrich er zudem, zeige, wie Digitalisierung und regionale Partnerschaft Hand in Hand gingen und für die Menschen vor Ort einen echten Mehrwert schaffen würden.

„Alle vier Stunden senden die neuen Zähler nun über Funk die aktuellen Zahlen an die Stadt“, erklärte Projektmanager Tom Kling. Überdies hätten die neuen Wasserzähler eine Lebensdauer von zwölf Jahren. Und das Schöne daran sei, so Treut, dass die neue Technik auch über weitere Sensoren zum Beispiel am Tiefen See eingesetzt werden könne, um dort den Wasserpegel künftig genau messen zu können.

„Die Messung der Pegelstände am Tiefen See war eine Forderung des Landratsamtes Enzkreis“, erklärte Bürgermeister Aaron Treut und freute sich, dass dies nun über das neue LoRaWAN-Netzwerk geschehen könne.