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Keltern -  09.10.2026
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Spatenstich fürs Baugebiet Schelmenäcker II: Viel Platz für Familien in Niebelsbacher Ortsrandlage

Keltern. Spatenstich fürs Baugebiet Schelmenäcker II in Niebelsbach lockt bei Regen fast 40 Teilnehmer. Bürgermeister Steffen Bochinger würdigte das Ereignis am Freitagmittag als besonderen Tag für den Kelterner Ortsteil Niebelsbach.

Spatenstich Niebelsbach Schelmenäcker
Gute Laune beim zehnköpfigen Spatenstich (von links): die Ratsmitglieder Rolf Mertz, Christin Grüne und Robin Bischoff, Bauamtsleiter Stephan Lendl, Geschäftsführer Manfred Kleile von der Geoteam Projekt GmbH, Bürgermeister Steffen Bochinger, Gemeinderat Benjamin Hauck, Thomas Fröhlich von der Bauleitung, Grundstückseigentümerin Beatrix Greif und Peter Schneider vom Planungsbüro Schöffler. Foto: Röhr

Der Rathauschef wörtlich: „Mit dem Spatenstich geben wir den Startschuss für ein Projekt, das unsere Gemeinde in den kommenden Jahren begleiten und sicherlich auch ein Stück weit verändern wird. Bis die ersten Häuser entstehen, wird noch etwas Zeit vergehen. Voraussichtlich in 15 Monaten kann hier dann gebaut werden – und aus den heutigen Plänen wird nach und nach ein neues Zuhause.“ Das Projekt falle nicht nur in eine Zeit, in der Wohnraum dringend benötigt werde, wichtig sei es auch, dass ganz unterschiedliche Wohnformen Berücksichtigung fänden. Bochinger: „Im Schelmenäcker II sind frei stehende Einfamilien-, Doppel-, Reihen- und Mehrfamilienhäuser vorgesehen.“ Sogar ein Bauplatz für Tiny-Häuser sei im Programm. Bochinger dankte allen Beteiligten und ist sich sicher: „Menschen werden hier einziehen, Familien wachsen, Kinder groß werden und Nachbarschaften und neue Freundschaften entstehen.“

Zahlreiche Interessierte

Anschließend ergriff Manfred Kleile, Geschäftsführer der Geoteam Projekt GmbH und Leiter des Baugebietsprojekts, vor den rund 40 am Spatenstich Interessierten das Wort.

Er erinnerte: „Ein Baugebiet beginnt nicht mit dem ersten Spatenstich. Es beginnt Jahre vorher: mit einer Idee im Rathaus, mit Plänen und mit vielen Gesprächen. Im April 2024 haben wir mit der Gemeinde Keltern den städtebaulichen Vertrag unterschrieben. Heute rollt der Bagger.“

Das Gebiet umfasse 2,6 Hektar Bruttobauland, davon würden 1,95 Hektar Nettobauland.

Kleile weiter: „Darauf entstehen rund 40 Bauplätze. Elf private Eigentümer haben hier Bauplätze, alle anderen gehören der Gemeinde Keltern. Das klingt nach einer überschaubaren Zahl. Für Niebelsbach ist es viel: Es gibt viele Male die Chance, dass junge Familien im Ort bleiben, dass Menschen zurückkommen und dass neue Nachbarn dazukommen.“

Der Bebauungsplan sorge dafür, dass sich das Gebiet in den Ort einfüge. Nach den Höhenvorgaben seien außen seien höchstens zwei Vollgeschosse möglich, innen höchstens drei. Mehrfamilien- und Reihenhäuser gebe es nur in der inneren Spange. Alle Häuser bekämen begrünte Flachdächer. Sie hielten Regenwasser zurück, kühlten im Sommer und böten Lebensraum. Trotzdem bleibe jedes Baugebiet ein Eingriff: „Für die versiegelten Flächen mussten wir zusätzlich 120.000 Ökopunkte als Ausgleich erwerben.“