Gemeinden der Region
Mühlacker -  21.09.2021
Artikel teilen: Facebook Twitter Whatsapp

Stadt Mühlacker kommt für die Kosten der Baumbeschaffung auf

Mühlacker. Damit auf den Grundstücken der Stadt Mühlacker auch in Zukunft viele Obstbäume blühen, übernimmt die Stadt Mühlacker auch zukünftig die Kosten für die Beschaffung von Obsthochstämmen. Unterstützung erhält, wer die Bäume auf Streuobstwiesen innerhalb der Stadtgemarkung pflanzt und diese für mindestens fünf Jahre zieht und pflegt. Dem positiven Votum des Gemeinderats war ein entsprechender Antrag der SPD-Fraktion vorausgegangen.

Den für die Region charakteristischen Streuobstwiesen haben die Niederschläge in diesem Jahr insgesamt gut getan. Archivfoto: Patrick Seeger/dpa
Den für die Region charakteristischen Streuobstwiesen haben die Niederschläge in diesem Jahr insgesamt gut getan. Archivfoto: Patrick Seeger/dpa

Bestellzahlen explodiert

Die Bestellaktion im vergangenen Jahr sei ein voller Erfolg gewesen, teilt der Leiter des Umwelt- und Tiefbauamts, Holger Weyhersmüller, mit. Bis zum Ablauf der Frist gingen 144 Bestellungen mit insgesamt 621 Bäumen bei der Stadt ein. Zum Vergleich: In den zurückliegenden Jahren seien zwischen 200 und 220 Bäumen bestellt worden. Da neben den Baumkosten auch die Preisübernahme von Binde- und Verbissmaterial die Gesamtkosten für die Stadt Mühlacker stark steigen ließ, beschloss der Verwaltungsausschuss im Gemeinderat Mühlacker, das Verbinde- und Bissmaterial zukünftig nicht mehr kostenlos abzugeben. Dies war von der Stadtverwaltung sowieso nur als einmalige Aktion vorgesehen. Zukünftig soll die Ausgabe dieses Materials die Bürger zehn Euro kosten.

CDU-Stadtrat Bernd Obermeier regte an, den Bestellern eine Pflegeanleitung für die Bäume mit an die Hand zu geben. Der Aufwand dafür sei gering. Insgesamt sei die Obsthochstammförderung eine gute Sache. „Die Zahlen sprechen für sich“, so Obermeier. Auch wenn das Risiko einer Vernachlässigung der Baumpflege einzelner Personen immer gegeben sei, sei die Bereitschaft der Leute doch gegeben. Während die SPD in ihrem ursprünglichen Antrag und die LMU das Binde- und Verbissmaterial kostenlos an die Bürger abgeben wollten, widersprachen die Freien Wähler und die FDP diesem Ansinnen. Es sei schließlich eine einmalige Aktion gewesen, den Verbissschutz kostenfrei an die Bürger abzugeben, sagte Rolf Leo (FW): „Ganz umsonst ist einfach nicht richtig“. Auch Veit Kibele (FDP) mahnte an, man müsse schon auf die Wertigkeit der Materialien achten. „Ein Preisschild gibt der Sache auch einen gewissen Ernst“, so Kibele. Auf dieser Grundlage stimmte der Verwaltungsausschuss letztlich einstimmig für den Preis von zehn Euro für das Binde- und Verbissmaterial.

Um die ordnungsgemäße Baumpflege zu überprüfen, will die Stadt Mühlacker den Kontakt zur Zusammenarbeit mit den örtlichen Obst- und Gartenbauvereinen suchen. Sollte ein Besteller die korrekte Baumpflege schuldig bleiben, kann die Stadt Mühlacker die entstandenen Kosten zurückfordern. Das will die Stadtverwaltung stichprobenartig überprüfen.

Autor: ca