Stratec in Birkenfeld hält Umsatz trotz schwierigem Marktumfeld fast stabil
Birkenfeld. Das Birkenfelder Medizintechnik-Unternehmen Stratec SE hat im Geschäftsjahr 2025 ihren Umsatz in einem schwierigen Marktumfeld nahezu stabil gehalten.
Währungsbereinigt lag der Erlös mit 250,9 Millionen Euro um 1,1 Prozent unter dem Vorjahr, nominal betrug das Minus 2,6 Prozent. Belastet worden sei die Entwicklung laut Mitteilung durch geopolitische Spannungen, volatile Handelspolitik und ein zurückhaltendes Bestellverhalten der Kunden.
Wachstumsimpulse seien vor allem aus dem Systemgeschäft gekommen. Hier stieg der Umsatz währungsbereinigt um 6,3 Prozent auf 86,7 Millionen Euro, getragen von einer starken Nachfrage nach Immunoassay-Systemen und einer Belebung bei molekulardiagnostischen Geräten. Dagegen gingen die Erlöse mit Serviceteilen und Verbrauchsmaterialien um 4,5 Prozent zurück. Auch das Geschäft mit Entwicklungs- und Dienstleistungen fiel nach einem starken Vorjahr schwächer aus.
Das operative Ergebnis sank deutlich: Das adjustierte Ebit verringerte sich von 33,5 auf 25,2 Millionen Euro. Die entsprechende Marge lag bei 10,0 Prozent nach 13,0 Prozent im Vorjahr, womit das untere Ende der Prognose erreicht worden sei. Gründe seien unter anderem geringere Skaleneffekte, ein ungünstiger Produktmix sowie höhere Kosten und Währungseffekte. Das bereinigte Konzernergebnis belief sich auf 14,2 Millionen Euro, das Ergebnis je Aktie auf 1,17 Euro.
Vorstandschef Marcus Wolfinger erklärte, es sei gelungen, die Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells zu bestätigen. Dank eines jungen Produktportfolios und bevorstehender Markteinführungen sehe man das Unternehmen am Beginn einer neuen Wachstumsphase.
Für 2026 stellt Stratec ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht. Die EBIT-Marge dürfte etwa auf dem Niveau von 2025 liegen. Wachstum werde vor allem im zweiten Halbjahr erwartet.
