TG 88 Pforzheim besiegelt Meisterschaft: Erster Platz gesichert
Pforzheim. Nach dem 34:25 gegen Walzbachtal haben die Pforzheimer Handballerinnen fünf Spieltage vor Saisonschluss den ersten Platz sicher.
So flink, wie die Spielerinnen der TG 88 zuvor ihre Angriffe vorgetragen hatten, so schnell bildeten sie unmittelbar nach Ende der mit 34:25 gewonnenen Oberliga-Partie gegen die HSG Walzbachtal einen Jubelkreis – sie tanzten und skandierten wie etliche Male zuvor nach ihren Siegen „Spitzenreiter, Spitzenreiter, ...“ Seit Samstag steht unumstößlich fest, dass sich daran nichts mehr ändern wird. Fünf Spieltage vor Saisonende ist das Team von Trainer Henning Rupf von der Tabellenspitze nicht mehr zu verdrängen. Die TG 88 ist Meister ihrer Oberliga-Staffel und kehrt ein Jahr nach dem Abstieg in die Regionalliga zurück.
„Vor fast einem Jahr standen wir hier nach dem bitteren Abstieg“, sagte Rupf,
der nun „in erster Linie Erleichterung, viel Stolz und ein Stück weit Dankbarkeit“ verspürte, dass man gemeinsam diesen Weg gegangen ist, dass sein Team eine so starke Oberliga-Runde hinlegt und nie einen Zweifel daran gelassen hat, unbedingt wieder Teil der vierthöchsten Spielklasse zu werden. Rupf betonte, was „die Mannschaft in dieser Saison abgerissen hat – 19 Spiele, 19 Siege und meist auch dominant“, so Rupf.
Auch gegen Walzbachtal hatte man nie das Gefühl, dass die lange Erfolgsserie reißen würde – auch wenn es nicht der beste Auftritt der TG 88 in dieser Saison war. „Ausbaufähig“ nannte Mareike Ast die Leistung am Samstagabend. Aber Schwächen „haben wir über das Kollektiv gelöst“. Die Breite des Kaders erwies sich nicht zum ersten Mal als großes Plus der TG 88. Wenn einzelne Spielerinnen mal weniger Wurfglück haben, sind andere zur Stelle.
Mareike Ast und Noemi Hoefs leisteten sich gegen Walzbachtal kaum Fehlwürfe, waren auch sicher bei den Strafwürfen. Hoefs führte das Team in der ersten Halbzeit an, Ast in der zweiten. Pforzheim legte rasch eine Distanz zwischen sich und den Gegner. 4:0 stand es schon nach knapp drei Minuten. Der Vorsprung wuchs rasch auf 10:3 (13. Minute). Die Gäste kamen nicht klar mit dem Tempo der Pforzheimerinnen im Umschaltspiel – oft lag der Ball schon im HSG-Tor, bevor sich Walzbachtals Abwehr richtig formiert hatte. Doch der Tabellensechste ließ sich nicht entmutigen – auch gestützt auf die gute Torhüterin Julia Zengerle. Auch fand die HSG Lücken in der Pforzheimer Deckung, die sich ungewohnte Schwächen erlaubte. Die Gäste kamen auf 14:11 heran (24.), ehe sich die TG 88 wieder weiter absetzte (Pausenstand: 20:13) und dann den Abstand im zweiten Durchgang bis auf zehn Tore vergrößerte (erstmals beim 32:22). Am Ende hieß es 34:25.
Ziel: verlustpunktfrei bleiben
„Es war sicher nicht eines unserer besten Spiele“, so Rupf. „Aber das Ziel war, zwei Punkte zu holen.“
Es wurde souverän erreicht – und das soll sich auch in den verbleibenden fünf Partien nicht ändern. „Das Ziel ist, die Null zu halten“, sagt Mareike Ast mit Verweis auf den aktuellen Punktestand (38:0). Ohne Verlustpunkt die Saison zu beenden, das haben sich die Meisterspielerinnen und ihr Trainer vorgenommen. „So etwas“, betont Henning Rupf, „erreicht man vielleicht einmal im Sportlerleben.“
