Thomas Maag setzt sich bei Bürgermeisterwahl in Kämpfelbach durch
Kämpfelbach. Etwas mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten haben am Sonntag in Kämpfelbach ihre Stimme abgegeben, um mitzuentscheiden, wer die Gemeinde als neuer Bürgermeister in die Zukunft führen soll. Angetreten waren der Erste Polizeihauptkommissar Thomas Maag, die ehemalige Bankkauffrau Gabriele Schüttler, Hauptamtsleiter Alexander Giek und Lothar Lipsky, der jedoch weder bei den Kandidatenvorstellungen noch am Wahlabend zugegen war.
Die Turn- und Festhalle füllte sich schnell am Sonntagabend. Während Maag auf eine Entscheidung im ersten Wahlgang hoffte, hielt Giek dies eher für unwahrscheinlich: „Ich denke nicht, dass sich da heute jemand so deutlich absetzen kann.“ Lange mussten die Kandidierenden nicht auf das Ergebnis warten, das der scheidende Amtsinhaber Udo Kleiner verkündete, der den fairen Wahlkampf lobte und Maag unter großem Applaus zum neuen Bürgermeister der Gemeinde
erklärte.
„Rückenwind für frischen Wind“
Während die Musikvereine aus Ersingen und Bilfingen gemeinsam das Badnerlied spielten, nahm der sichtlich glückliche künftige Rathauschef eine nicht enden wollende Reihe an Glückwünschen entgegen – als erstes hatte er die seiner beiden Kontrahenten entgegengenommen. In seiner knapp gehaltenen Rede dankte er neben den Wählerinnen und Wählern vor allem seiner Familie und weiteren Unterstützern. Das Ergebnis gebe „Rückenwind für frischen Wind“, so der Stimmenkönig: „Ich freue mich auf mega acht Jahre!“


Schüttler trug die Niederlage mit Fassung: Sie wünsche Maag und der Gemeinde für die Zukunft alles Gute. Auch Giek zeigte sich als fairer Verlierer. „Ich freue mich, dass es im ersten Wahlgang ein Ergebnis gab“, sagte er – vor allem mit Blick auf die Arbeitsbelastung für seine Kolleginnen und Kollegen. Er will der Gemeinde weiterhin erhalten bleiben. „Ich werde mich morgen mit vielen neuen Erfahrungen wieder als Hauptamtsleiter an meinen Schreibtisch setzen und meine Arbeit machen“, so Giek. Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit Thomas Maag. Dies beruht offenbar auf Gegenseitigkeit: „Es gibt nach so einem Wahlkampf nichts, was zwei Männer nicht bei einem Glas Bier aus der Welt schaffen könnten“, zeigte sich Maag überzeugt.
Den Segen des Amtsinhabers hat der Nachfolger schon einmal sicher: Das Ergebnis sei ein „großer Vertrauensbeweis“, so Kleiner. Er wünsche Maag eine glückliche Hand für dieses „herausfordernde, aber auch schöne Amt“.
