Tipps von Kita-Kids gegen die Hitze beim Familientag der Pforzemer Mess
Pforzheim. Von der „Rasselbande“ kann man einiges lernen an diesem Donnerstagnachmittag auf der Pforzemer Mess. Etwa, dass Mut mit Glücksgefühl belohnt werden kann. „Das war der Hammer!“, strahlt ein Junge, der gerade dem „Musikexpress“ entstiegen ist. Ein anderer wird später gar auf der Heimfahrt mit der Bimmelbahn schwärmen: „Das war der schönste Tag meines Lebens!“ Die rasanten Runden der Vorschulkids haben die vor dem Fahrgeschäft sitzenden kleineren Kameradinnen und Kameraden lautstark bejubelt. Die Erzieherinnen wiederum wissen genau, worauf es ankommt an solch einem Familientag, der nicht nur mit heißen Preisen, sondern eben auch mit großer Hitze aufwartet.
Käppis und ordentlich Sonnencreme für alle, immer wieder eine Rast im Schatten und – quasi nach dem Vorbild der Fußball-WM – regelmäßige Trinkpausen: So fasst Heike Wachter, die Leiterin dieser Kita der Arbeiterwohlfahrt an der Erbprinzenstraße, die goldenen Kirmes-Regeln zusammen. Mit ihren Kolleginnen schleust sie 21 Kinder durch die Spiel-und-Spaß-Metropole auf dem Messplatz. „Sie können richtig was erleben“, freut sich Wachter für ihre Schützlinge. Zum einen stocken Spenden und kleine Beiträge der Eltern das Budget auf, zum anderen gibt es eben an diesem Aktionstag überall einen Preisnachlass. „Die Schausteller sind sehr entgegenkommend“, betont die Kita-Leiterin.
Die Freude an dieser traditionsreichen Pforzheimer Attraktion wird ganz offensichtlich von Generation zu Generation weitergegeben. Schon als Kindergarten- und Grundschulkind habe er hier „sehr positive Erinnerungen“ gesammelt, sagt Julian Jäger aus Hohenwart. Inzwischen ist er 42 Jahre alt und selbst dreifacher Vater. Mit seiner Frau Anastasia hilft er Lilly (2), Lea (4) und John (6) ins Kinderkarussell – alle strahlen um die Wette. „Die Kinder sind begeistert, das ist jedes Jahr ein Highlight“, sagt der Papa.
Riesengroßer Magnet
Dass Michael Krüger mit seiner Mila (4) vom Haidach in die Weststadt gekommen ist, war alternativlos. „Wenn sie das Riesenrad sieht, ist es vorbei“, beschreibt der Vater verschmitzt die Magnetwirkung der Mess aufs Töchterchen. Das Verständnis ist groß. Bei ihm sei das in seiner Kindheit ja nicht anders gewesen.
Ganz früh üben sich manche, um lebenslang Messfan zu werden. So wie die einjährige Nele aus Büchenbronn, die fürs PZ-Bild mit Mama Ramona und Papa Marcus vor dem Pforzheim-Fotospot am „Königlichen Wellenflug“ keck unter der Hütchenkrempe hervorlugt. „Sobald wir auf dem Gelände waren, war sie wach und guckt nun ganz interessiert“, berichtet die Mutter. Und so wird wohl auch für Nele künftig das gelten, was ihre Eltern stets beherzigen: „Mindestens einmal im Jahr hier drüberlaufen. Das gehört einfach dazu.“
Die Pforzemer Mess dauert noch bis einschließlich Sonntag. Glanzlicht an diesem Freitag ist das gegen 22.15 Uhr beginnende, erstmals nicht auf dem Dach der Hauptfeuerwache, sondern direkt am Rande des Messplatzes gezündete Feuerwerk. Die Mess ist am Freitag von 12 bis 23 Uhr, am Samstag von 12 bis 24 Uhr sowie am Sonntag noch einmal von 11 bis 23 Uhr geöffnet.
