Gemeinden der Region
Ölbronn -  21.12.2020
Artikel teilen: Facebook Twitter Whatsapp

Tragödie im Wald bei Ölbronn gibt weiter Rätsel auf: 52-Jährige stirbt im Krankenhaus

Ölbronn-Dürrn. Nachdem sie gemeinsam mit ihrem Ehemann am Samstag in einem Wald bei Ölbronn ohnmächtig aufgefunden wurde und in ein Krankenhaus gebracht worden war, ist die 52-jährige Ehefrau am Sonntagabend ebenfalls verstorben. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.

Der betreffende Bereich bleibe auf Anordnung der Ortspolizeibehörde vorsorglich bis auf Weiteres gesperrt.
Der betreffende Bereich bleibe auf Anordnung der Ortspolizeibehörde vorsorglich bis auf Weiteres gesperrt.

Wie bereits berichtet, hatten am Samstagnachmittag Spaziergänger ein Ehepaar im Gewann Espenhau/Mühlgraben regungslos am Boden liegend aufgefunden. Der 55 Jahre alte Mann starb noch am Samstag im Krankenhaus.

Erste Messungen der Feuerwehr vor Ort ergaben nach Angaben der Staatsanwaltschaft und Polizei keine auffälligen Werte in der Luft. "Die zwischenzeitlich vorliegenden Ergebnisse von Boden- und Luftproben zeigen ebenfalls keine auffälligen Werte", heißt es weiter. Dennoch bleibe der betreffende Bereich auf Anordnung der Ortspolizeibehörde vorsorglich bis auf Weiteres gesperrt. 

Keine Hinweise auf Gewalttat 

Die genaueren Umstände des Vorfalls seien aktuell noch Gegenstand der Ermittlungen. Hinweise auf eine Gewalttat liegen nicht vor. Ein Unglücksfall kann nicht ausgeschlossen werden. Im Rahmen der Ermittlungen gehen die Polizeibeamten auch der Frage nach, ob eine plötzliche Freisetzung von Faulgas im Bereich des Tümpels für den Tod der Eheleute ursächlich sein könnte.

Klarheit soll eine Obduktion der beiden Verstorbenen bringen, die im Laufe des Tages durch die Staatsanwaltschaft in Pforzheim beim Amtsgericht Pforzheim beantragt werden wird.

Autor: pol