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Birkenfeld -  12.01.2026
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Trotz finanzieller Belastungen: Birkenfelder Bürgermeister Martin Steiner blickt mit Zuversicht auf anstehende Projekte

Birkenfeld. Bürgermeister Martin Steiner nutzte seine Rede beim Neujahrsempfang für zwei Dinge. Vor einer fast voll besetzten Schwarzwaldhalle blickte er voraus und zurück. So ein Neujahrsempfang sei eine gute Gelegenheit zur Selbstkontrolle, sagte er. „Haben wir das umgesetzt, was wir angekündigt haben?“, fragte der Bürgermeister. Steiner antwortete sich mit einer Liste des Erreichten.

Bürgermeister Martin Steiner spricht von „vielen Erfolgen 2025“.
Bürgermeister Martin Steiner spricht von „vielen Erfolgen 2025“. Foto: Biermayer

Letztes Jahr habe er über der Entwicklung von insgesamt sechs Quartieren gesprochen: Kirchweg/Uhlandstraße, Zaungässle, Dittus-Quartier, Große Höhe, Heubuckel und Bärenstraße/Niebelsbacher Straße. An allen Quartieren sei 2025 weiter gearbeitet worden. Bei der Großen Höhe wisse man nun, wo archäologische Funde zu erwarten seinen. Das gebe Planungssicherheit. In der Bärenstraße sollen Wohnungen für Senioren und am Heubuckel über 20 Miet- und Eigentumswohnungen entstehen. Die im Juni eröffnete Markthalle sei ein Erfolg, so Steiner. Sie werde gut genutzt, die Ortsmitte dadurch belebt. Damit eine Ortsmitte funktioniere, brauche es ein Konzept, Ausdauer und dass alle an einem Strang ziehen.

Denn: „Eine Ortsmitte ist nicht Theorie, eine Ortsmitte ist Alltag“,

sagte der Bürgermeister.

Deshalb freue es ihn, dass der Neubau des Kindergartens St. Klara mit Gemeindebibliothek und Multifunktionsraum 2026 fertiggestellt werde. Am 19. September gebe es einen Tag der offenen Tür.

Steiner hob die Sanierungen und Investitionen hervor: 700.000 Euro für Fachräume an der Ludwig-Uhland-Schule. Für die gleiche Summe soll nun das Dach gerichtet werden. Im Bereich Brandschutz seien 200.000 Euro für Aula, 300.000 Euro die Schwarzwaldhalle eingeplant. Wegen der Arbeiten werde die Halle im zweiten Halbjahr nur eingeschränkt nutzbar sein. Die Gemeinde habe mittels Notstromaggregaten die Sixthalle und die Hermann-Gross-Halle zu Notfallstützpunkten ausgebaut. Dazu kommen 1,4 Millionen Euro für die Erweiterung der Feuerwehr in Gräfenhausen.

Geld in die Infrastruktur

Viel Geld fließt auch in die Infrastruktur: fünf Millionen Euro in den Ausbau der Trinkwasserquellen und über drei Millionen Euro in die Sanierung von Straßen sowie Wasser- und Abwasserleitungen. 2026 sind hier die alte Pforzheimer Straße, die Gutenbergstraße, die Rathausgasse, die Kantstraße und der Keltervorplatz an der Reihe. 2025 wurden die Schwarzwaldstraße, die Hegelstraße und die Kernerstraße saniert. Und zwar in sieben statt in elf Monaten, wie Steiner stolz vorrechnete. Außerdem habe man die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED abgeschlossen, alles in Eigenleistung der kommunalen technischen Dienste. 19,4 Millionen Euro habe Birkenfeld in den letzten Jahren in die Kinderbetreuung investiert. Das Ergebnis: Alle bekommen einen Platz, alle Stellen sind besetzt. Das rechtfertige auch die Erhöhung der Gebühren, fand Steiner. Stolz war er zudem auf die Jugendarbeit.

Aus dem Jugendforum sei der Jugendrat entstanden. Auf dessen Initiative gebe es bald wieder einen Jugendraum in Gräfenhausen/Obernhausen.

„Es ist ein gutes Zeichen, wenn junge Menschen nicht nur konsumieren, sondern mitreden wollen“,

so der Bürgermeister.

Auch das Ehrenamt lobte Steiner: „Ohne Eherenamt wäre unsere Gemeinde eine andere“. Man helfe Vereinen, zum Beispiel dem TV Oberhausen bei der Finanzierung des Baus eines Vereinsheims. Wegen ehrenamtlicher Initiativen gebe es einen neuen Bouleplatz oder bald einen Backofen in der Gräfenhausener Pfarrscheuer.All das passiere in finanziell schwierigen Zeiten. Der Haushalt 2026 weise ein Defizit von einer Million Euro aus.