Gemeinden der Region
Remchingen -  16.11.2019
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Trotz großer Bedenken: Darum stimmt der Gemeinderat höheren Preisen im Remchinger Freibad zu

Remchingen. Der Besuch des Remchinger Schlossbades wird in der nächsten Saison teurer. Das hat der Gemeinderat nach längerer Diskussion in der Sitzung am Donnerstagabend mehrheitlich beschlossen. Einige CDU-Gemeinderäte hatten vor allem mit der Preiserhöhung für Kinder Probleme. Bis zum fünften Lebensjahr bleibt der Eintritt zwar nach wie vor frei, aber für die jungen Gäste ab sechs Jahren soll der Preis von bisher zwei auf 2,50 Euro steigen – um 25 Prozent. Das sei unsozial und passe nicht zu einer familienfreundlichen Kommune, so die Kritiker.

Fotos: Melanie Scheck
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Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon betonte, es gebe nichts kinderfreundlicheres, als wenn eine Gemeinde ein eigenes Freibad vorhalte. Man investiere 4,5 Millionen Euro in die Sanierung, während andere Kommunen ihre Bäder schließen. Irgendwo müsse man mit den Kosten Schritt halten. Er verwies darauf, dass die Betriebskosten die Gemeinde jedes Jahr mit einer halben Million Euro belasten, und die Preise seit 2015 nicht erhöht worden seien. Der Eintritt für Kinder habe sich sogar seit 2005 nicht verändert. Deshalb sei eine Erhöhung notwendig. Die Preise für Erwachsene sollen von 3,80 auf 4,30 Euro steigen, Ermäßigungen gelten bis zum 25. Lebensjahr. Und die Saisonkarten für Erwachsene schlagen künftig mit 92 statt 76 Euro zu Buche. Mit diesen Karten kann man künftig auch ins Waldbronner Bad gehen, das neben Karlsbad wieder zur Bäder-Kooperation gehören wird.

Sanierung läuft nach Plan

Die Mehrheit des Gemeinderats stimmte dieser Regelung zu. „Was wir bieten, ist toll – und der Preis ist mehr als angemessen“, meinte zum Beispiel CDU-Gemeinderätin Marianne Butz. Remchingen liege im Vergleich mit anderen Kommunen immer noch im unteren Preis-Segment.

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Aus CDU-Reihen kam der Vorschlag, einen Bonus für Remchinger Badbesucher einzuführen. Schließlich trage Remchingen die Kosten, während rund 75 Prozent der Gäste aus dem Umland kämen. Dieser Vorstoß stieß jedoch auf wenig Gegenliebe. „Sollen Remchinger in der Kulturhalle dann auch Prozente bekommen?“, merkte SPD-Fraktionssprecherin Antje Hill kritisch an.

Kämmerer Gerd Kunzmann informierte, dass die Sanierung des Bades nach Plan laufe. Einer Eröffnung im Mai stehe nach derzeitigem Stand nichts im Weg. Wegen der Arbeiten wurde beim Übergang von der Wärmehalle die Teileinhausung entfernt. Das Gremium beschloss, auf einen Wiederaufbau zu verzichten – das spart Kosten in Höhe von 8500 Euro. Außerdem wurde zugestimmt, den Sanitätsraum zu verlegen, der bisher beim Eingangsbereich war. Der neue Standort soll bei der Liegewiese sein. Wie Kunzmann außerdem berichtete, ist man mit der Besucherbilanz für diese Saison sehr zufrieden. Obwohl die Öffnungszeiten wegen der Sanierung etwas verkürzt waren, kam man mit mehr als 150 000 Besuchern fast an das Rekordergebnis des Vorjahres heran.

Autor: sab