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Schömberg -  28.06.2026
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Ulrichskirche in Langenbrand erstrahlt neu: Kirchhof wird zum Begegnungsort für die Gemeinde

Schömberg. Es ist geschafft: die Außensanierung der Langenbrander Ulrichskirche samt Schindelturm sowie die Neugestaltung des Kirchhofs sind abgeschlossen. Rund drei Jahre hat die Maßnahme, die planerisch von dem Neubulacher Architekt Jürgen Plikat begleitet wurde, gedauert. Die Kosten sind dabei von den ursprünglich vorgesehenen knapp 400.000 Euro auf rund 525.000 Euro gestiegen. Vor allem unvorhergesehene Maßnahmen, die im Zuge der Sanierung zusätzlich umgesetzt werden mussten, haben zu diesen Mehrkosten geführt.

Freuen sich gemeinsam über die beendeten Sanierungsarbeiten und den neuen Kirchhof bei der Langenbrander Ulrichskirche: der ehemalige Kirchengemeinderatsvorsitzende Karlheinz Walz, Architekt Jürgen Plikat, der stellvertretende Neuenbürger Dekan Stefan Wannenwetsch, Gesamtkirchengemeindevorsitzender Martin Wurster,Bürgermeister Matthias Stepan, Pfarrer Hartmut Kraft, Ortsvorsteher Reiner Keppler und Kirchengemeinderat Reinhold Burgbacher. (von links).
Freuen sich gemeinsam über die beendeten Sanierungsarbeiten und den neuen Kirchhof bei der Langenbrander Ulrichskirche: der ehemalige Kirchengemeinderatsvorsitzende Karlheinz Walz, Architekt Jürgen Plikat, der stellvertretende Neuenbürger Dekan Stefan Wannenwetsch, Gesamtkirchengemeindevorsitzender Martin Wurster,Bürgermeister Matthias Stepan, Pfarrer Hartmut Kraft, Ortsvorsteher Reiner Keppler und Kirchengemeinderat Reinhold Burgbacher. (von links). Foto: Ralf Recklies

Es waren eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen, die im Zuge der umfassenden Sanierung realisiert werden mussten. Die Schindeln am Turm der erstmals im 11. Jahrhundert erwähnten Kirche mussten erneuert, die Fassade gereinigt und neu verfugt werden. Die Uhr musste erneuert werden, der Außenbereich wurde komplett neu gestaltet, die Tür zur Sakristei gerichtet und auch im Bereich der Türen am Kirchenportal mussten die Handwerker aktiv werden. Der Außenbereich der Kirche wurde komplett neu gestaltet, wobei laut dem ehemaligen Kirchengemeinderatsvorsitzenden Karlheinz Walz „allein 40 Tonnen Boden-Gehwegplatten“ in Eigenleistung durch ehrenamtliche Helfer an einem Abend entfernt worden seien. Ein Team von mehr als 20 Helferinnen und Helfern hätten im Zuge der Sanierungsmaßnahme 253 Stunden ehrenamtlich mitgearbeitet und mit ihrem Tun dafür gesorgt, dass die Kosten nicht noch weiter angestiegen sind.

Für Karlheinz Walz, der gemeinsam mit Kirchengemeinderätin Noreen Schleeh durch den sehr locker gestalteten Festakt führte, ist die Sanierung der Kirche und die Neugestaltung des Kirchhofes eine große Herausforderung gewesen, die insbesondere die finanziellen Möglichkeiten der Kirchengemeinde überstiegen hätten. Daher sei man sehr dankbar, dass unter anderem der Oberkirchenrat rund 190.000 Euro beigesteuert habe, der Kirchenbezirk sich mit 45.000 Euro an den Gesamtkosten beteiligt und auch über den Denkmalschutz rund 20.000 Euro beisteuere. Schön laut Walz auch, dass ein bereits 1890 von der Kirche mit Schömberg geschlossener Vertrag bis heute gelte. Damals sei vereinbart worden, dass Schömberg im Falle von Sanierungsmaßnahmen am Turm ein Drittel der Kosten trage. Die Glücksgemeinde steuere entsprechend 60000 Euro bei. Dass insbesondere die Verkleidung des Kirchturms mit neuen Schindeln eine Herausforderung gewesen ist, davon wusste Architekt Jürgen Plikat zu berichten. Früher sei es einfach gewesen, Schindeln zu bekommen. Heute würden nur noch wenige Firmen solche herstellen.

Die mit der Lieferung von Schindeln für die Langenbrander Kirche beauftragte Firma Weiß im Landkreis Sigmaringen lasse inzwischen in Osteuropa fertigen. Weil die dortige Produktionsstätte aber abgebrannt war, habe sich die Lieferung lange hingezogen – „wir hatten einen Schindelnotstand“, so Plikat. Dennoch habe man alle Maßnahmen mit viel Herzblut zu Ende gebracht „und es ist richtig, richtig gut geworden“, so Plikat zufrieden. Schömbergs Bürgermeister Matthias Stepan, der eigenen Angaben zufolge seit seinem Amtsantritt bereits „drei, vier Mal in der Ulrichskirche“ gewesen ist, ist von dem Zusammenhalt der Kirchengemeinde begeistert. Insbesondere der Kirchhof gefällt Stepan. Dieser sei nach der Neugestaltung „ein wertvoller Ort der Begegnung“. Diesem Urteil schloss ich auch der Langenbrander Ortsvorsteher Reiner Keppler an. Er bezeichnete den Hof als „weit mehr, als nur die unmittelbare Umgebung der Kirche“.