Umjubelte Klänge und zündende Rhythmen: Irish-Folk-Nights in Maulbronn
Maulbronn. Maulbronn. Publikumsmagnet in Zaisersweiher: Bei den 24. Irish-Folk-Nights – am Freitag und Samstag – kam die altbewährte Turn- und Festhalle einmal mehr an ihre Kapazitätsgrenzen.
Der stets zuverlässig zündende Mix aus schottischer und irischer Folk-, Pop- und Rockmusik sprach erneut ein sehr großes Publikum an: Dazu zählten eingefleischte Fans der Bands „Dallahan“, „Rapalje“ oder „Skerryvore“, unentwegte Irland-Touristen, Liebhaber von schwarzem Bier und Trinkliedern, von getanztem Wechselschritt oder Miniatur-Plüsch-Hochlandrindern. Reichlich vertreten waren außerdem einheimische Kilt-Träger. „Skerryvore“ trat an beiden Konzertnächten auf. Die heute achtköpfige Band entstand 2004 in den schottischen Highlands. Die Gründungsmitglieder Daniel Gillespie (Akkordeon) und Martin Gillespie (Dudelsack und Flöten) sind noch heute in der Celtic-Folk-Rock-Formation aktiv. Sänger und Gitarrist Alec Dalglish sowie Schlagzeuger Fraser West kamen kurze Zeit später hinzu. Craig Espie (Fiddle), Alan Scobie (Keyboards), Jodie Bremaneson (Bass) und Scott Wood (Dudelsack und Flöten) komplettieren das Ensemble. In Zaisersweiher begeisterte „Skerryvore“ mit sofort zündenden Titeln wie „Hold On“, „Happy To Be Home“ oder beispielsweise „Together Again“, deren Reiz aus dem unentwegten Wechselspiel zwischen Alec Dalglishs kraftvoller Gesangsstimme und den instrumentalen Passagen – Fiddle, Bagpipes, Flöten – genährt wurde. In den vorderen Reihen der Zuschauer standen vor allem weibliche Fans. Zu den umjubelten Zugaben zählte – natürlich – die strahlende Hymne „Take My Hand“. Das textsichere Saalpublikum sang über weite Strecken mit.
Am Samstagabend konkurrierte das kernige Quartett „Rapalje“ aus Groningen mit dem schottischen Haupt-Act. Ihren Bandnamen „Rapalje“ übersetzten die Musiker selbst mit „Rabauken“ oder „Pack“ – was ihren wilden, keltischen Folk-Stil verdeutlichen soll.
Die einheitlich im Tartan und Kilt gewandete Formation – Maceál (Akkordeon, Mundharmonika und Teekisten-Bass), William (Violine), William (Bodhrán und irische Bouzouki) und David Myles (Dudelsack und Flöten) – ist inzwischen seit mehr als 31 Jahren unterwegs. „Rapalje“ gab sofort mächtig Gas und wurde natürlich ebenfalls in kürzester Zeit mit dem Saalpublikum in Zaisersweiher warm. Neben eigenen Stücken präsentierte die Band auch Traditionals und Evergreens wie „Dirty Old Town“, „Caledonia“ oder, als Zugabe, „Whisky In The Jar“. Zu der vom Publikum gefeierten Schlussnummer baten die Niederländer auch den bereits um 19 Uhr in der Festhalle als „Eisbrecher“ aufgetretenen Singer-Songwriter und bekennenden „Runrig“-Fan Gary Claghorn aus Kelso in Schottland erneut auf die Bühne.
