Verwaltung will drei Wochen streichen: Remchinger Ferienbetreuung soll gekürzt werden
Remchingen. Was kann und will sich die Gemeinde noch leisten, und wie können die Einnahmen erhöht werden? Diese Fragen ziehen sich wie ein roter Faden durch die jüngsten Sitzungen des Gemeinderats. Zuletzt ging es etwa um die Erhöhung von Hallennutzungsgebühren, Kitabeiträgen und der Hundesteuer. In der kommenden Sitzung am Donnerstag, 8. Oktober, soll es nun um die Schulkindbetreuung in den Sommerferien gehen.
Die Verwaltung schlägt vor, drei der sechs Wochen zu streichen. Eltern müssten dann in dieser Zeit selbst Urlaub nehmen oder nach einer anderen Betreuungsmöglichkeit suchen.
Das Argument der Verwaltung: der Rechtsanspruch auf ganztägige Förderung und Betreuung für Grundschüler, der ab diesem Schuljahr gilt und sukzessive von der ersten auf alle vier Klassen ausgeweitet wird.
Der Rechtsanspruch umfasse eine Betreuung von acht Stunden täglich – einschließlich der Unterrichtszeit – sowie eine Betreuung in den Ferien. Ausgenommen seien vier Wochen, in denen die Einrichtung geschlossen werden könne, heißt es in der Sitzungsvorlage. Diese Möglichkeit will die Gemeinde nun ausschöpfen. Denn bisher gab es lediglich über Weihnachten und Neujahr kein Angebot.
Die Verwaltung schlägt vor, auf jene drei Wochen zu verzichten, die sie bisher selbst organisiert hatte. Das Angebot habe 2025 rund 4800 Euro und 2026 sogar 6500 Euro gekostet, heißt es in der Sitzungsvorlage. Nach Abzug der Einnahmen durch die Elternentgelte seien Defizite von 3400 Euro beziehungsweise 5200 Euro geblieben. In diesem Sommer sei das Angebot zudem nur noch von 32 Kindern genutzt worden.
