Vier maskierte Täter erbeuten Pforzheimer Schmuck: Neue Details zu Einbruch in Baden-Badener Rauschmayer-Filiale
Baden-Baden. Die Täter kommen im Schutz der Nacht: Am frühen Dienstagmorgen brechen mindestens vier Personen in das Juweliergeschäft der Pforzheimer Firma Rauschmayer in Baden-Baden ein. Nach Polizeiangaben ereignete sich der Einbruch an den Kurhaus-Kolonnaden, in bester Baden-Badener Lage, um 3.50 Uhr.
Ein Passant hatte die Tat bemerkt und rief sofort die Polizei. Als die Mitarbeiter des Rauschmayer-Store am Dienstagvormittag zur Arbeit kommen, sind sie geschockt: die Geschäftsräume sind verwüstet, überall liegen Splitter und Glasscherben. Mehrere Vitrinen sind ausgeräumt.
Die Einbrecher schoben laut Polizei ein Rollgitter hoch, nachdem sie zuvor die Metallplatte mit dem Schloss für das elektrische Gitter mit brachialer Gewalt aus der Wand gerissen hatten. Dann schlugen sie die dahinter liegende Eingangstür an der Werderstraße ein. Anschließend plünderten die Täter mehrere Schmuckvitrinen. Die Polizei konnte den Wert der Beute noch nicht beziffern. Es soll jedoch ein höherer Schaden sein. Die Täter sollen nach Augenzeugenberichten maskiert und dunkel gekleidet gewesen sein.
Der Pforzheimer Schmuckunternehmer Chris Rauschmayer beziffert den Schaden auf mehrere zehntausend Euro. Zum Glück hätten sich die Einbrecher – aus Angst vor der Polizei – wohl nur knapp zwei Minuten Zeit für ihren Beutezug genommen und deshalb nicht alle Vitrinen zerstört. Außerdem seien einige der gestohlenen Ausstellungsstücke aus Silber und Messing gefertigt und nicht aus hochkarätigem Gold, erzählt Rauschmayer der PZ.
Es habe sich wohl um Profis gehandelt, vermutet er. Leider seien derartige Einbrüche in jüngster Zeit recht häufig. Betroffen seien nicht nur Juweliergeschäfte, sondern auch private Anwesen, in denen die Täter Schmuck, Uhren und Bargeld vermuten.
Geschäfte in den Baden-Badener Einkaufsmeilen waren in den vergangenen Jahren häufiger Ziel von Einbrüchen. Im Mai 2023 erbeuteten zwei Männer in den Kurhaus-Kolonnaden Schmuck, Ledertaschen und Kleidungsstücke im Wert von rund 370.000 Euro. Wenige Monate später schlugen die beiden Täter erneut zu und befestigten diesmal ein Seil an der Hintertür des Geschäfts an einem Rolltor. Mit einem zuvor gestohlenen Luxusauto rissen sie das Rollgitter ab und gelangten so in das Geschäft.
Straftaten in Pforzheim
Im November 2025 hatten Diebe in der Goldstadt versucht, in ein Juweliergeschäft in der Innenstadt einzubrechen. Zwei Täter wollten die Tür mit einem Fiat 500 einbrechen. Als die Tür dem Aufprall standhielt, versuchten sie es erneut, diesmal mit einer Brechstange und einem großen Hammer. Doch auch dieses Vorhaben scheiterte und sie flohen in einem Fiat 500.
Im Januar 2025 hatte ein Raubüberfall an der Pforzheimer Christophallee für Aufsehen gesorgt. Zwei maskierte Männer betraten das Geschäft, in dem sich der Geschäftsinhaber aufhielt. Die bewaffneten Täter brachten ihn gewaltsam zu Boden und entwendeten Schmuck im mittleren fünfstelligen Wert.
