Volksbank-Haus in Sternfels: Abriss von der Tagesordnung
Sternenfels. „Die Volksseele in Sternenfels kocht“. So beschrieb Hans-Dieter Schäfer den geplanten Abriss des Volksbank-Hauses in Sternenfels.
Bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderat Sternenfels sollten die Abbrucharbeiten vergeben werden. Bürgermeisterin Antonia Walch nahm diesen Punkt von der Tagesordnung.
„Wir haben am Dienstagabend einen Einwohnerantrag nach § 20 b der Gemeindeordnung bekommen“. Durch diesen muss sich der Gemeinderat nochmals mit dem Thema befassen. In Gemeinden mit nicht mehr als 10.000 Einwohnern muss er von drei Prozent der antragsberechtigten Einwohner der Gemeinde, höchstens jedoch von 200 Einwohnern unterzeichnet sein.
Unter der Federführung von Georg Exner, Torsten Konrad und Hans-Dieter Schäfer wurden 253 Unterschriften in wenigen Tagen gegen den Abriss gesammelt. „Es war ein Selbstläufer“, so Hans-Dieter Schäfer. Er hat „40 Jahre in der örtlichen Kommunalpolitik mitgemacht“. Er war viele Jahre Gemeinderat. Damals mit Marie-Luise Rohde für die SPD. Sie sei auf ihn zugekommen, „wir müssen eine Bürgerinitiative machen“.
Den von der Verwaltung beantragen Abriss des Gebäudes für Parkplätze macht für ihn keinen Sinn. Laut Gemeinde soll damit der benachbarte Edeka-Markt und damit die örtliche Infrastruktur unterstützt werden. In der Sitzung am 19.März stimmte der Gemeinderat für den Abriss. „Parkraum oder Wohnraum?“. Bianca Lillich (LfSuD) machte in dieser darauf aufmerksam, dass sich viele Einwohner diese Frage stellen.
„Wie kann man so einen Schwachsinn machen“,
so Hans-Dieter Schäfer.
Mit der Betreiberin des Marktes wurde gesprochen. Wegen ihr braucht man keine Parkplätze schaffen. 7 bis 8 gibt es bereits. 3 bis 5 mehr könnten durch den Abriss des Volksbank-Haus geschaffen werden. Das auf abschüssigen Gelände und für 700.000 Euro, wie er schätzt. Das Volksbank-Haus im Etzweg hat im Obergeschoß intakte Wohnungen. Im EG könnten sie mit überschaubaren Mitteln eingerichtet werden. Die Gemeinde hätte dadurch Mieteinnahmen. Für macht das bestehende Gebäude auch „als Raumkante“ für die dortigen innerörtliche Wahrnehmung Sinn.
„Warum wurde dieses Vorhaben bei der Einwohnerversammlung am 8. Oktober 2025 nicht erwähnt?“. Eine Frage, die sich Hans-Dieter Schäfer stellt. Der Gemeinderat wurde am 23. Oktober über den Kauf des Volksbank-Haus durch die Gemeinde informiert.
