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Enzkreis -  14.05.2022
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Volles Haus in München: Aus Pforzheimer Solarmesse entsteht Europas Leitmesse.

In München werden 50 000 Fachbesucher erwartet. Was im Jahr 1991 in der Goldstadt auf Initiative einer Arbeitsgruppe für Umwelttechnologie mit fünf ausstellenden Solarunternehmen begann, hat sich mittlerweile zur größten europäischen Fachmesse entwickelt.

Noch nie waren wegweisende Lösungen für die Energiezukunft so gefragt wie heute. Ob erneuerbare Strom- und Wärmeerzeugung, innovative Speichersysteme, intelligente Netze, Ladeinfrastruktur oder E-Mobilität: Dies zeigt Europas größte energiewirtschaftliche Plattform „The Smarter Europe“ mit den vier parallel stattfindenden Fachmessen Intersolar Europe, ees Europe, Power2Drive Europe und EM-Power Europe vom 11. bis 13. Mai in München.

Motor dieser Erfolgsgeschichte ist Markus Elsässer, Chef der Pforzheimer Firma Solar Promotion. Die letzte Solarmesse in Pforzheim fand 1999 statt, damals mit 142 Ausstellern und 8400 Besuchern. Über Freiburg führte der Weg die Intersolar schließlich nach München, San Francisco Mumbai und Peking.

Von Mittwoch bis Freitag geht es auf „The smarter Europe“ in München nicht nur um Solarenergie, sondern auch um grünen Wasserstoff, E-Mobilität und effizientere Speicher – um die einzelnen Sektoren im komplexen Energiesystem der Zukunft intelligent und klimafreundlich zu koppeln, wie Elsässer im Gespräch mit der PZ erläutert. Erwartet werden 50 000 Fachbesucher, die sich bei 1356 Ausstellern aus 46 Ländern informieren können.

„Klimaschonend und ohne fossile Rohstoffe produziert, ist grüner Wasserstoff vielseitig einsetzbar und gilt als wichtiger Ansatz im Green Deal der EU, um Klimaneutralität zu erreichen“, so Elsässer. Die in München vorgestellte Studie „Steel from Solar Energy“ analysiert die Machbarkeit der Dekarbonisierung der Stahlindustrie durch Einsatz von erneuerbar erzeugtem Wasserstoff.

„Gefragt sind smarte digitale Lösungen, die zunehmend auf Künstlicher Intelligenz basieren“, so Elsässer bei der Eröffnung der Messe. Diese helfen Unternehmen dabei, ihren Betrieb kostengünstig und umweltfreundlich mit Strom und Wärme zu versorgen.

Autor: Lothar Neff | München/Pforzheim