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Remchingen -  02.03.2026
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Vom Klassenzimmer auf die Baustelle: Neue Kletterlandschaft für Remchinger Realschule

Remchingen. Remchinger Realschule erhält neue Kletterlandschaft. Um den Bau kümmert sich die Technik-AG der Schule mit Säge und Schlagbohrer.

Eine neue Kletterlandschaft soll auf dem Pausenhof der Remchinger Carl-Dittler-Realschule entstehen. Bis zum 14. April ist noch Zeit, um das Projekt im Rahmen des bundesweiten Handwerks-Wettbewerbs der Firma Würth fertigzustellen.
Eine neue Kletterlandschaft soll auf dem Pausenhof der Remchinger Carl-Dittler-Realschule entstehen. Bis zum 14. April ist noch Zeit, um das Projekt im Rahmen des bundesweiten Handwerks-Wettbewerbs der Firma Würth fertigzustellen. Foto: Nico Roller

Knöcheltief stehen die Schüler mit ihren Gummistiefeln in dem Beton, den ein großer Laster vor ein paar Minuten angeliefert hat. Noch lässt er sich gut verarbeiten, aber nicht mehr lange. Die Schüler müssen sich beeilen, damit sie ihn noch vor dem Aushärten mit Rechen und Kellen gleichmäßig in der rund 70 Zentimeter Grube zwischen den Stahlstreben verteilt und glattgezogen bekommen.

Alle mit Arbeitseifer dabei

Obwohl das Wetter alles andere als sonnig und trocken ist, packen alle mit an, voller Motivation und Arbeitseifer. Denn sie wissen, dass sich die Mühe lohnen wird, dass das Betonfundament schon bald ein essenzieller Bestandteil der Kletterlandschaft ist, die auf dem Pausenhof der Remchinger Carl-Dittler-Realschule entsteht. „Das ist unser bisher größtes Projekt“, sagt Siegfried Guigas. Der Lehrer leitet die Technik-Arbeitsgemeinschaft und hofft, dass möglichst viele Menschen für die Remchinger Realschule abstimmen. Denn mit ihrer neuen Kletterlandschaft treten die Jugendlichen bundesweit beim Handwerks-Wettbewerb der Firma Würth unter dem Motto „Mach was“ gegen 200 weitere Schulen an. Bis zum 14. April haben sie noch Zeit, um ihr Projekt zu Ende zu bringen.

„Wir sind gerade noch in der Zeit – just in time“, sagt Guigas, der „stramme sechs Wochen“ erwartet. Denn für die insgesamt zwölf teilnehmenden Schüler gibt es noch einiges zu tun. Unterstützt von lokalen Unternehmen und dem kommunalen Bauhof, wollen sie zwei Kletterfelsen errichten, zudem eine Kletterwand und einen Klettersteig. Dafür haben sie auf dem Pausenhof bereits die Pflastersteine entfernt, ein rund anderthalb Meter tiefes Loch gegraben und mit wasserdurchlässigem Schotter aufgefüllt.

In den vergangenen drei Wochen haben die Schüler eine Schalung erstellt und die bereits vorgebogenen gelieferten Stahlmatten miteinander verbunden. „Die Kids sind dafür sogar in den Ferien gekommen“, sagt Guigas, der von ihrer Motivation begeistert ist. „Für sie ist es ein richtiges Glücksgefühl am Abend, etwas geschafft zu haben.“ Der Lehrer will den Schülern mit dem Projekt zeigen, wie attraktiv, spannend und vielfältig das Handwerk ist. Innerhalb von fünf Monaten erhalten sie Einblicke in die verschiedensten Gewerke, auch beim Herstellen der Griffe für die Kletterwand, die später um ein altes Toilettengebäude verlaufen soll.

Die Unterkonstruktion steht bereits, direkt neben dem Fundament, für das ein robuster und wasserundurchlässiger Beton zum Einsatz gekommen ist, mit einer Druckfestigkeit von 30 bis 37 Newton pro Quadratmillimeter. Bevor er aushärtet, schaffen die Schüler auf der Oberfläche ein Gefälle von einem Prozent, damit Feuchtigkeit später zur Seite abläuft.

„Das sind die Details, auf die man achten muss“, sagt Guigas.

Der Lehrer hofft, dass die Remchinger Realschule mit ihrer Kletterlandschaft beim Wettbewerb der Firma Würth erfolgreich ist. „Es ist immer wieder beeindruckend, was die Schüler leisten“, sagt Anika Layer, die den Wettbewerb als Projektleiterin betreut und weiß: „Es kommen jedes Jahr neue Ideen dazu.“ Sie findet es wichtig, junge Menschen für das Handwerk zu begeistern und Schulen bei praktischen Projekten zu unterstützen. Beworben haben sich dieses Mal knapp 300 Schulen bundesweit, von denen 200 in die engere Wahl und damit auch in den Genuss einer Förderung von 1000 Euro kamen.