Gemeinden der Region
Dobel -  30.09.2026
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Von Camping bis Streetfood: Dobel baut Tourismus aus

Dobel. Die Gemeinde Dobel zieht eine positive Tourismusbilanz: Neue Angebote werden gut angenommen, für die Zukunft sind weitere Projekte geplant.

Im Mai wurde das Trekking Camp in Dobel eröffnet. Vorne kniend: Bürgermeister Christoph Schaack, daneben ProjektleiterinLilli Wahl. Auch Yvonne Flesch, stellvertretende Geschäftsführerin des Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord (Zweite von rechts) und die Tourismusleiterin der Gemeinde Dobel, Rahel Schilling (links daneben) waren mit dabei.
Im Mai wurde das Trekking Camp in Dobel eröffnet. Vorne kniend: Bürgermeister Christoph Schaack, daneben ProjektleiterinLilli Wahl. Auch Yvonne Flesch, stellvertretende Geschäftsführerin des Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord (Zweite von rechts) und die Tourismusleiterin der Gemeinde Dobel, Rahel Schilling (links daneben) waren mit dabei. Foto: Sabine Zoller

„Wir konnten im Bereich Tourismus einige Projekte umsetzen“, sagte Rahel Schilling, Tourismus-Leiterin der Gemeinde Dobel, in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend, bei einem Rückblick auf 2025 und das erste Halbjahr von 2026.

So habe im Mai das Trekking Camp eröffnet und sei bereits 260 Mal gebucht worden. Auch das Familienerlebnis „Annis Schwarzwaldgeheimnis“ sei am Wochenende oft ausgebucht. „Außerdem findet gerade noch die Klimamessung mit dem Deutschen Wetterdienst statt und wir haben bereits drei Heilklimawege ausmessen lassen“, so Schilling weiter. Auch die neue Packstation und den Regiomat nannte Schilling in der Reihe der Projekte, genauso wie die Qualitätssicherung der Wanderwege.

Ein besonderer Höhepunkt war in diesem Jahr die neu ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe „Sonneninsel Streetfood Sommer“, bei der an den Wochenenden Foodtrucks von Freitag bis Sonntag auf dem Kurplatz für das leibliche Wohl von Tagesgästen und Einheimischen sorgten. „Das wollen wir auch im kommenden Jahr weiterführen, vielleicht aber in etwas veränderter Form“, so Schilling. Bürgermeister Christoph Schaack ergänzte: „Es war schön, dass auch einige Dobler da waren. Allerdings würde ich mir wünschen, dass noch mehr kommen und nicht immer nur die gleichen. Wir brauchen hier etwas mehr Breite“, meinte er. Schilling kündigte an, im kommenden Sommer vielleicht auf den Freitag zu verzichten und die Veranstaltungsreihe nur bis Ende August laufen zu lassen, da die Nachfrage im September etwas nachgelassen hatte.

„Es ist toll, was die Mitarbeiter in der Kurverwaltung mit drei Vollzeitstellen so alles auf die Beine stellen“, lobte der Bürgermeister.

Für die Zukunft will die Kurverwaltung weiter an aktiven Naturerlebnissen arbeiten, die die Gemeinde laut Schilling ausmachen. „Herausforderungen gibt es zum Beispiel darin, dass die Schneesicherheit sinkt und dass wir bislang keine wetterunabhängigen Angebote haben“, sagte sie. Auch soll die Wertschöpfung sowie die Aufenthaltsdauer der Gäste weiter gesteigert werden.

Wie Schilling berichtete, sei Dobel vor allem bei Tagesgästen und Kurzurlaubern beliebt, durchschnittlich kämen die Gäste für 2,4 Übernachtungen nach Dobel. Generell spielt aber auch die Klinik bei den Übernachtungszahlen eine große Rolle, genauso wie das EC Freizeit- und Schulungszentrum, bei dem oft größere Gruppen von Kindern und Jugendlichen übernachten. Insgesamt gebe es in Dobel 672 Betten in 25 Unterkünften, davon entfielen 300 Betten auf die Klinik. Schilling berichtete zudem von einer Gästebefragung, die von Juni 2024 bis Juni 2025 durchgeführt wurde. „Damals war die Gastronomie eines der Hauptärgernisse, hier hat sich ja mittlerweile zum Glück etwas getan“, so Schilling. Laut der Befragung kommen die meisten Menschen in den heilklimatischen Kurort, weil sie sich bewegen und die Natur erleben wollen, aber auch zur Erholung und aus Gesundheitsgründen. Die Tourismusintensität sei in Dobel zwar hoch, stelle laut den Befragten aber keine Belastung dar.