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Mühlacker -  17.03.2026
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Was sich in Mühlacker verändert: Diese Flächen stehen vor einer Entwicklung

Mühlacker. Mühlacker. Vom Rossmann-Markt über ein Wohnheim bis zur Erweiterung des Autozentrums Dobler: In Mühlacker tut sich an mehreren Stellen etwas. Ein Überblick über wichtige Projekte – und wann gebaut werden könnte.

Während der OBI-Markt (im Hintergrund rechts zu sehen) bereits fertiggestellt ist und schon seit Anfang des Jahres geöffnet hat, bleibt noch unklar, wann genau daszusammenhängende Gebäude der Supermarktketten Aldi und Edeka gebaut wird. Das dafür vorgesehene Grundstück liegt vorne rechts.
Während der OBI-Markt (im Hintergrund rechts zu sehen) bereits fertiggestellt ist und schon seit Anfang des Jahres geöffnet hat, bleibt noch unklar, wann genau daszusammenhängende Gebäude der Supermarktketten Aldi und Edeka gebaut wird. Das dafür vorgesehene Grundstück liegt vorne rechts. Foto: Meyer

An mehreren Stellen in Mühlacker stehen brachliegende Flächen oder bestehende Standorte vor Veränderungen. Während auf der Ziegelhöhe mit dem neuen OBI-Baumarkt bereits ein erstes größeres Projekt umgesetzt wurde, laufen andernorts Planungen für neue Nutzungen. Vom Rossmann- Markt an der Goethestraße über ein Wohnheim für psychisch kranke Menschen bis hin zur Erweiterung des Autozentrums Dobler: In verschiedenen Bereichen der Stadt könnten sich in den kommenden Monaten bislang ungenutzte oder neu geordnete Flächen entwickeln. Die PZ gibt einen Überblick über wichtige Projekte und Planungen:

Aldi und Edeka: Beim geplanten gemeinsamen Standort von Aldi und Edeka auf der Ziegelhöhe kommt Bewegung ins Verfahren – allerdings langsamer als ursprünglich geplant. Wie die Stadt Mühlacker auf Anfrage mitteilt, soll das Bebauungsplanverfahren nun im Laufe dieses Jahres abgeschlossen werden. Der gemeinsame Lebensmittelmarktstandort ist grundsätzlich seit längerem vorgesehen. Bereits im Januar 2022 war bei der Stadt ein Antrag auf Einleitung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans für einen kombinierten Aldi- und Edeka-Standort gestellt worden. Die Planung findet nach Angaben der Stadt weiterhin Zustimmung im Rathaus.

Ursprünglich sollte das Bebauungsplanverfahren bereits 2024 abgeschlossen sein. Verzögert hat sich das Projekt jedoch durch einen Eigentümerwechsel beim bestehenden Edeka-Markt an der Danziger Straße Ende 2024. Dadurch mussten Teile der Rahmenbedingungen für das Gesamtprojekt neu verhandelt werden. Eine zentrale Rolle spielt dabei die künftige Nutzung des bisherigen Edeka-Standorts. Nach der geplanten Verlagerung auf die Ziegelhöhe war zunächst vorgesehen, dort keinen weiteren Einzelhandel zuzulassen. Inzwischen wird jedoch eine Nachnutzung mit einem „Trinkgut“-Getränkemarkt geprüft. Dafür wird derzeit eine angepasste Einzelhandels-Verträglichkeitsuntersuchung erstellt. Der geplanten Nutzung müssen anschließend noch die Regionalplanung sowie die obere Raumordnungsbehörde zustimmen.

Auch beim Grundstück selbst laufen noch Vorbereitungen. Nach Angaben der Stadt wird derzeit der Kaufvertrag für das Ziegelei-Areal zwischen der Hofkammer und den Investoren notariell vorbereitet. Ob und wann nach Abschluss des Bebauungsplanverfahrens tatsächlich gebaut wird, liegt letztlich bei den privaten Bauherren. Die Stadt geht jedoch weiterhin davon aus, dass auf der Ziegelhöhe ein gemeinsamer Lebensmittelmarktstandort mit Aldi und Edeka entstehen soll.

Lidl und Autozentrum Dobler: Das Autozentrum Dobler hat das rund 5700 Quadratmeter große Gelände des bisherigen Lidl-Markts an der Industriestraße gekauft. Der Kaufvertrag wurde am 23. Februar unterzeichnet. Damit wächst das Gesamtareal des Unternehmens auf etwa 27.000 Quadratmeter. Konkrete Baupläne gibt es noch nicht. Geschäftsführer Hans Herrmann kündigt jedoch eine grundlegende Neuordnung des gesamten Standorts an. Ziel ist es, Werkstatt, Service, Logistik und Fahrzeugflächen künftig besser zu bündeln.

Bevor konkrete Baupläne entstehen, soll das gesamte Areal zunächst neu strukturiert werden. Nach Angaben Herrmanns dürfte erst gegen Ende des Jahres klarer sein, wie die Entwicklung auf dem erweiterten Gelände konkret aussehen könnte.

Möglich wird die Erweiterung durch den Umzug des Lidl-Markts auf das frühere Toom-Areal an der Industriestraße. Das alte Baumarktgebäude soll im Sommer abgebrochen werden. Der Gemeinderat könnte den Bebauungsplan nach der Sommerpause beschließen, sodass ein Baubeginn für den neuen Lidl noch in diesem Jahr möglich wäre.

Haus für psychisch Kranke: Die Abrissarbeiten auf dem früheren Gärtnereigelände am Kreisverkehr zwischen Goethe- und Erlenbachstraße sind abgeschlossen. Das Areal ist damit zwar frei, für eine Bebauung jedoch noch nicht vorbereitet. Die planerischen Weichen für das Projekt werden derzeit im Bebauungsplanverfahren gestellt.

Auf dem Grundstück soll ein Wohnheim für psychisch kranke Menschen entstehen. Vorgesehen sind ein sozialtherapeutisches Zentrum mit 45 Einzelzimmern sowie ein weiteres Wohngebäude mit 15 Apartments. Betreiber wird die „Soziale Betreuungsgemeinschaft Miksch & Partner“. Geschäftsführer Uwe Nübel zeigt sich zuversichtlich: „Wenn alles gut läuft, können wir noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen.“

Nach Angaben der Stadt könnte der Gemeinderat den Bebauungsplan noch vor den Sommerferien beschließen. Anschließend soll der Bauantrag folgen. Insgesamt wird mit rund zwei Jahren Bau- und Entwicklungszeit bis zur Eröffnung gerechnet.

Rossmann: Auf der innerstädtischen Brachfläche an der Ecke Goethestraße/Pforzheimer Straße könnte sich nach Jahren des Stillstands bald etwas tun. Geplant ist dort eine Filiale der Drogeriemarktkette Rossmann mit rund 700 Quadratmetern Verkaufsfläche. Für das rund 2180 Quadratmeter große Grundstück läuft seit einiger Zeit ein Bebauungsplanverfahren.

Inzwischen liegt nach Angaben der Stadt auch ein Bauantrag für das Projekt vor. Ziel ist es, den Bebauungsplan im April zu beschließen. Wenn das Verfahren planmäßig verläuft, könnte der Bau des Drogeriemarkts im Herbst beginnen.