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Tourismus -  07.11.2019
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Wie für den Bikepark geschuftet wird - und warum dieser auch dank des Neubaus des Feuerwehrhauses realisiert wird

Engelsbrand. Die Bauarbeiten für den Engelsbrander Bikepark sind in vollem Gang. Eine Elterninitiative hat Geld gesammelt und packt tatkräftig mit an.

Auf verschiedenen Spuren durch den Wald: Der Bikepark in Engelsbrand nimmt Form an. Foto: Moritz
Auf verschiedenen Spuren durch den Wald: Der Bikepark in Engelsbrand nimmt Form an. Foto: Moritz

Hier wird kräftig gebaut: In einem kleinen Waldstück in Engelsbrand zwischen Hauptstraße, Netto-Parkplatz und Mehrzweckhalle entsteht gerade der neue Bikepark. Bis zu vier ehrenamtliche Helfer und bis zu 20 Kinder und Jugendliche packen seit zwei Wochen an und verwandeln den kargen Boden in einen richtigen Mountainbike-Trail.

Extra dafür Urlaub genommen hat sich auch Heiko Bismarck, einer der Gründer der Elterninitiative, die sich für das Freizeitangebot im Ort starkgemacht haben. Über 25.000 Euro hat die Initiative für das Projekt an Spenden gesammelt. „Wir sind von Haustür zu Haustür bei Firmen, die sich für die Jugend engagieren wollen“, erklärt Bismarck. Auf vier bis acht Wochen schätzt er die Bauzeit. „Wir machen das alles ehrenamtlich und wollen uns die Zeit nehmen.“ Ursprünglich war der Baubeginn auf Ende September gelegt, musste aber wegen den Witterungsbedingungen verschoben werden.

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Für die Aufschüttung der Hügel, auf denen die Biker dann zwischen den Bäumen hindurchfahren können, wurden 11.000 Kubikmeter Aushub aus dem Bau des neuen Feuerwehrhauses genutzt. „Das hat genau gepasst“, freut sich Bürgermeister Thomas Keller: „So konnte die Erde gleich entsorgt werden.“ Keller lobt das ehrenamtliche Engagement und ist sich sicher: „Das wird ein tolles Angebot für die Jugendlichen.“ Diese würden nicht nur beim Bau, sondern später auch für die Pflege der Anlage verantwortlich sein.

Für die Gestaltung der Strecke ist die Spezialfirma Turbomatik mit einem Bagger angerückt, die auch schon den Bikepark in Ellmendingen verwirklicht hat. Die Tage angeliefert wurde auch eine Spende von 30 Tonnen Brechsand, der auf der Strecke verteilt wird. „So kann die Bahn auch gefahrlos befahren werden, wenn es feucht ist“, sagt Bauamtsleiter Andreas Herb. Im Laufe der Arbeiten sollen dann noch Sichtschutz und Sitzmöglichkeiten hinzukommen.

Für den Starthügel musste lediglich ein Baum aus dem Waldbestand der Gemeinde weichen. Ansonsten verläuft die Strecke zwischen den Bäumen, die auch als Witterungsschutz dienen.

Insgesamt weiß Bismarck von 30 Jugendlichen, die bereits Interesse an der Nutzung haben. „Die kommunizieren das dann natürlich auch weiter. Das Feedback von Personen, die an der Baustelle vorbeikommen, ist durchweg positiv.“ Ein bisschen müssen sich die Tempo-Fanatiker aber noch gedulden: Offiziell eröffnet wird der Park erst im Frühjahr 2020. Bis dahin ist auch das Befahren der Strecke noch untersagt.

Autor: Constantin Hegel