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Pforzheim -  05.09.2021
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Wo Wohnraum entsteht: Huchenfelder Baugenossenschaft schafft bis 2027 mehr als 80 Mietwohnungen

Pforzheim-Huchenfeld. Es ist das bislang größte Vorhaben der Baugenossenschaft Huchenfeld. Insgesamt sieben Mehrfamilienhäuser mit 84 Mietwohnungen und drei Tiefgaragen sollen im Stadtteil auf dem Areal zwischen Industriestraße, Binneweg, Uhlandstraße und Würmstraße bis 2027 entstehen. Der Spatenstich für den ersten von insgesamt drei Bauabschnitten ist vor einem Monat am Binneweg erfolgt. PZ-news stellt die Pläne genauer vor.

Bauvorhaben Binneweg Huchenfeld
Robert Horvat (links), Vorsitzender der Baugenossenschaft, und Architekt Günther Friesenhahn zeigen im Modell, wie das Gelände bebaut werden soll. Foto: Meyer Foto: Meyer

Wie groß ist die Fläche, die bebaut wird?

Ursprünglich war man 2016 davon ausgegangen, das gesamte genossenschaftliche Areal mit rund 1,1 Hektar sowie die angrenzenden öffentlichen Flächen wie den Wendehammer im Binneweg zu überplanen. Weil im Laufe des Verfahrens festgestellt wurde, dass der südliche Teil des Binnewegs nicht ausgebaut war und somit nicht als Durchfahrtsstraße genutzt werden kann, beschränkt sich die Umsetzung des Siegerentwurfs nun lediglich auf die genossenschaftlichen Flächen. Dies erforderte laut BG-Vorstand Robert Horvat umfangreiche Umplanungen. Im Oktober 2019 fiel der Gemeinderatsbeschluss, im Februar darauf stand der Bebauungsplan.

Wie viel neuer Wohnraum kann so geschaffen werden?

Die neu entstehende Gesamtwohnfläche beläuft sich laut Horvat auf rund 5530 Quadratmeter mit einem Bauvolumen von rund 40 500 Kubikmetern.

„Sämtliche Bauten verbleiben im Bestand der Baugenossenschaft und werden dem Mietwohnungsmarkt zugeführt“, sagt Horvat.

Man wolle bezahlbaren Wohnraum schaffen und deshalb unter zehn Euro pro Quadratmeter bleiben.

Wie viele Wohnungen entstehen im ersten Bauabschnitt?

Auf dem knapp 24 Ar großen Grundstück entstehen drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 36 Wohnungen, eine Tiefgarage mit 46 Stellplätzen und sechs oberirdische Stellplätze. Die geplanten 16 Zwei-Zimmer-, 15 Drei-Zimmer- und fünf Vier-Zimmer-Wohnungen bringen es auf eine Wohnfläche von 2860 Quadratmetern. Die Einheiten haben 55 bis 133 Quadratmeter. Die zwei folgenden Bauabschnitte werden entlang der Industriestraße teils zwischen Bestandsgebäuden zur Nachverdichtung realisiert. Dabei entstehen vier weitere Mehrfamilienhäuser mit 48 Wohnungen und zwei Tiefgaragen mit 56 Stellplätzen. Die barrierefreien Wohnungen werden Fußbodenheizung, elektrische Rollläden sowie Balkone und Terrassen haben. Gebaut wird in Massivbauweise als Energie-Effizienzhaus 55. Ein Blockheizkraftwerk versorgt die Gebäude mit Wärme.

Was kostet das Ganze?

Die Kosten für den ersten Bauabschnitt liegen bei knapp zwölf Millionen Euro. Insgesamt investiert die BG in die sieben Neubauten rund 30 Millionen, beauftragt werden regionale Unternehmen.

Wann sollen die Neubauten bezugsfertig sein?

Der erste Bauabschnitt soll laut Horvat Mitte 2023 fertiggestellt sein. Auch für die beiden folgenden Bauabschnitte rechne man mit einer Bauzeit von 24 Monaten, sodass das Gesamtprojekt 2027 abgeschlossen sein soll. Dies sei allerdings von Rahmenbedingungen wie etwa der Höhe der Baukosten und der Zinsen für Fremdkapital, Fördermaßnahmen und Nachfrage abhängig. Zumindest Letzteres dürfte weniger Sorgen bereiten: „Die ersten Interessenten melden sich bereits bei uns“, so Günther Friesenhahn, Architekt bei der BG, während er zwischen Erdhügeln auf dem Gelände steht.

Autor: tel