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Fußball -  23.07.2026
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Zu viele Teams, wenig Schlaf, kaum Begeisterung: Das WM-Fazit der PZ-Redaktion

Die Fußall-Weltmeisterschaft in USA, Kanada und Mexiko ist Geschichte. Das Fazit der PZ-Sportredaktion fällt ernüchtenrd aus: Wenig packende Spiele, späte Anstoßzeiten und das auf 48 Mannschaften vergrößerte Teilnehmerfeld haben die WM-Begeisterung gebremst.

Das Fazit der PZ-Sportredaktion fällt ernüchternd aus, einige Punkte hätten die WM-Begeisterung gebremst.
Das Fazit der PZ-Sportredaktion fällt ernüchternd aus, einige Punkte hätten die WM-Begeisterung gebremst. Foto: Christian Charisius/dpa/pz

PZ-Redaktuerin Anna Wittmershaus: Wenig Spannung auf dem Platz

 Ich konnte mit dieser Weltmeisterschaft irgendwie nicht warm werden. So richtige WM-Stimmung wie bei vergangenen Turnieren kam bei mir nicht auf. Es mag an der Zeitverschiebung gelegen haben und daran, dass viele Spiele einfach zu sehr später Stunde angepfiffen wurden. Auch das frühe Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft hat sicher seinen Teil dazu beigetragen.

So richtig viele packende Spiele habe ich leider nicht gesehen. Wenn ich den Fernseher für eine WM-Partie eingeschaltet habe, waren es oft zähe Begegnungen mit wenigen Toren. Die Aufstockung auf 48 Mannschaften war zwar auf der einen Seite eine Bereicherung, da viele Außenseiter mitmischen durften. Auf der anderen Seite hat sich das Turnier dadurch unerträglich in die Länge gezogen.

PZ-Redaktuer Andreas Wagner: Südamerika als großer Verlierer

Was wurde nach der Vorrunde gejubelt, als von zehn afrikanischen Teams neun die K.-o.-Runde erreichten. Im Achtelfinale waren es nur noch zwei, ins Viertelfinale kam einzig Marokko mit weit überwiegend in Europa geborenen und ausgebildeten Profis. Am Ende aber machten die Europäer und Argentinien die Sache unter sich aus.

Jedoch: Ohne Messi wären wohl auch die Argentinier früher raus gewesen – so aber beschönigten sie die sonst schwache Bilanz des südamerikanischen Fußballs. Er ist sportlich der große Verlierer der WM, zudem verspielten Nationen wie Argentinien, Uruguay und Paraguay Sympathien durch hartes Auftreten, Provokationen und Rüpeleien.

PZ-Redakteur Dominique Jahn: Weltklasse nur im Familienchat

Die WM war für mich vor allem eins: ungesund! Späte Anstoßzeiten, nächtlicher Chips-Konsum und viel zu wenig Schlaf. Und als wäre das nicht genug, kam morgens direkt nach dem Aufwachen der obligatorische Blick auf die Tipp-Tabelle – nur um festzustellen, dass ich schon wieder komplett danebenlag.

Die aufgeblähte WM mit Spielen ohne Stimmung im Stadion war echt anstrengend. Abgesehen vom Spiel um Platz drei wird mir auch keine Partie für immer in Erinnerung bleiben. Deshalb: Bitte nie wieder eine WM in den USA! Das einzige Highlight während der vergangenen fünf Wochen war für mich nur der Live-WhatsApp-Chat mit meinen Brüdern Thilo und Thomas sowie meinem Cousin Mikis aus Berlin – ohne ihre Sprüche auf Weltklasse-Niveau wären die Spiele kaum auszuhalten gewesen.

PZ-Redaktionsmitglied Luca Herder: Sport gerät in den Hintergrund 

Besonders in Erinnerung bleiben wird mir das Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Paraguay: Um vier Uhr morgens auf Bali aufzustehen und völlig übermüdet den Fußballern meines Landes zuzuschauen hatte schon etwas – umso enttäuschender war dann allerdings die Leistung.

Generell hatte ich den Eindruck, dass bei dieser WM der Fußball zu oft in den Hintergrund gerückt ist. Schon die für die Halbzeitshow verlängerte Pause fand ich unnötig. Dazu kommt die kurzfristige Aufhebung der Sperre des US-Stürmers Folarin Balogun. Das war für mich ein weiteres Beispiel dafür, dass andere Interessen während dieser Weltmeisterschaft wichtiger waren als der Fußball selbst und seine Regeln.

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