Zwei Jahre Sanierungsarbeiten: Im Herbst kommen in die Eisingen Ortsdurchfahrt die Bagger
Eisingen. Von mehreren Bauabschnitten ist die Rede, von Kosten in Millionenhöhe, von einer zweijährigen Bauzeit und weitreichenden, überörtlichen Umleitungen: Die geplante Sanierung der Eisinger Ortsdurchfahrt ist ein Großprojekt, laut Bürgermeister Sascha-Felipe Hottinger sogar „eines der größten Projekte der letzten Jahre“.
Geplant ist ein Vollausbau, der neben der Straße auch die Wasserleitung und den Kanal umfasst. Zudem sollen die Bushaltestellen behindertengerecht umgebaut werden, wo immer das möglich ist.
Bis zu zwei Jahren Bauzeit
Planer Volker Schmitt rechnet mit einer Bauzeit von anderthalb bis zwei Jahren. Betont aber auch, dass diese je nach Baufirma kürzer ausfallen könne. Als er die Pläne am Freitagabend bei einer Informationsveranstaltung zahlreichen interessierten Bürgern vorstellt, ist schnell klar, dass es nicht ohne Beeinträchtigungen und Unannehmlichkeiten gehen wird. Wobei Schmitt immer wieder betont, diese so gering wie möglich halten zu wollen.
Wenn alles planmäßig läuft, sollen die Bauarbeiten im September beginnen und dann in mehreren Abschnitten über die Bühne gehen. Startpunkt ist der Königsplatz, dann geht es weiter von der Weberstraße bis zur Bergstraße. Anschließend ist der Teil in Richtung Stein an der Reihe: von der Pforzheimer Straße auf Höhe der Hausnummer zwölf bis zum Rathaus, an dem die davor liegende Kreuzung kurzzeitig komplett gesperrt werden muss. Anders lässt sich das große Schachtbauwerk dort laut Schmitt nicht ersetzen. Ist das erledigt, geht es weiter bis zur Alten Steiner Straße, dann bis zur Vogelsangstraße und zum Schluss bis zur Bohrrainstraße.
„Wandernde“ Baustellen
Schmitt erklärt, dass die Baustelle „wandern“ und dadurch nie den kompletten Bauabschnitt umfassen wird. Solange nicht direkt vor ihnen gearbeitet wird, soll für Anwohner die Zufahrt zu ihren Grundstücken möglich sein. Wenn sie nicht zufahren können, will man ihnen in Abstimmung mit der Baufirma einen nicht allzu weit entfernten Parkplatz zuweisen. Wenn die Müllabfuhr nicht an die Grundstücke kommt, sammeln Mitarbeiter der Baufirma die Abfalleimer ein, bringen sie zu einer Sammelstelle und nach der Leerung wieder zurück. Auch die Geschäfte sollen offen bleiben und die Busse weiterhin fahren, allerdings nicht wie bisher: Die Fahrpläne müssen laut Schmitt geändert werden und einige Haltestellen zeitweise wegfallen. Die meisten von ihnen werden ebenfalls umgebaut – und zwar behindertengerecht mit einem 18 Zentimeter hohen Bordstein.
Bei der Straßensanierung sollen die Bordsteine erhalten und die Gehwege unverändert bleiben sollen, wo immer das möglich ist. Dadurch können Fußgänger die von der Baustelle betroffenen Straßen immer passieren. Den überörtlichen Verkehr und vor allem die Lastwagen will man während der gesamten Bauzeit aus dem Ort heraushalten und weiträumig über Stein und Göbrichen umleiten. Die Gewerbegebiete an der Bohrrainstraße und in der Mulde sollen anfahrbar bleiben, allerdings nicht immer aus allen Richtungen.
