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Corona -  08.05.2020
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Zweite Testung bei Müller Fleisch läuft: Ergebnisse liegen erst von einem Drittel vor - Gesundheitsamtsleiterin rät zu Vorsicht

Pforzheim/Enzkreis. Vor etwas mehr als zwei Wochen waren bei der ersten Reihentestung aller Mitarbeiter der Firma Müller Fleisch knapp 330 positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet worden. Daraufhin wurden diejenigen von ihnen, bei denen eine häusliche Isolation nicht möglich war, da sie in Sammelunterkünften wohnen, in drei vom Landratsamt Enzkreis und der Stadtverwaltung Pforzheim kurzfristig organisierten Quarantäne-Einrichtungen untergebracht.

Der Hauptsitz der Firma Müller Fleisch.
Der Hauptsitz der Firma Müller Fleisch.

Die Müller-Mitarbeiter sind im Hohenwart Forum, im Queens Hotel in Niefern und im Reha Zentrum in Schömberg untergebracht. In der Spitze waren dies in Summe 161 Personen. Zwei dieser Unterkünfte leeren sich aktuell bereits wieder, da die Menschen zunehmend genesen und die zweiwöchige Quarantänezeit endet.

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Ab spätestens Mitte nächster Woche soll lediglich das Hohenwart Forum noch als Quarantänestation aufrechterhalten werden. Dorthin kommen dann die Mitarbeiter, bei denen der SARS-CoV-2-Erreger in der aktuell noch laufenden zweiten Reihentestung bei Müller Fleisch nachgewiesen wurde.

Ein Drittel der Tests liegt vor

„Bisher liegen uns gut ein Drittel der Testergebnisse vor, davon sind knapp über zehn Prozent Infizierte“, erklärt die Leiterin des Gesundheitsamtes Dr. Brigitte Joggerst. Sie rät jedoch zur Vorsicht: „Erst wenn die Ergebnisse aller rund 900 Tests dieser zweiten Runde vorliegen, werden wir wissen, ob das Gesamtergebnis diesen Trend bestätigt“, so die Ärztin. Damit rechnet man im Landratsamt Anfang kommender Woche.

Erster Landesbeamter Wolfgang Herz, der im Landratsamt den Verwaltungsstab Corona leitet, geht gleichwohl davon aus, dass es noch kurzfristig zusätzlicher Auflagen für die Betriebsführung bedarf, um das Infektionsgeschehen auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.

Dank an Helfer

Einen ausdrücklichen Dank spricht Landrat Bastian Rosenau der Deutsch-Rumänischen, der Deutsch-Ungarischen und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft aus. „Alle drei haben uns bei der Betreuung ihrer in den Quarantäne-Einrichtungen untergebrachten Landsleute mit Übersetzungen und Botengängen oder Einkäufen hervorragend unterstützt“, so Rosenau. „Damit haben sie sicher ihren Beitrag dazu geleistet, dass es in keinem der drei Unterkünfte zu nennenswerten Schwierigkeiten kam. Dankbar sind wir natürlich auch dem Roten Kreuz, das die ambulante Betreuung vor Ort übernommen hatte, sowie den engagierten Ärzten für die medizinische Betreuung vor Ort.“ Den allermeisten Menschen gehe es gut, lediglich zwei seien noch zur stationären Behandlung im Krankenhaus.

Autor: enz