Mehr Grün für den Heubuckelweg: Birkenfelder Gemeinderat stimmt Vollausbau zu
Birkenfeld. Der Birkenfelder Heubuckelweg soll 2027 grundlegend ausgebaut werden. Der Gemeinderat hat nun in der jüngsten öffentlichen Gemeinderatssitzung der Entwurfsplanung zwar grundsätzlich zugestimmt, gab Verwaltung und Planern aber mehrere Prüfaufträge mit. Vor allem bei der Begrünung war einigen Ratsmitgliedern der bisherige Entwurf zu zurückhaltend.
Geplant ist weit mehr als eine neue Straßendecke. Fahrbahn, Gehwege und Parkflächen sollen neu geordnet werden, zugleich werden Kanalisation und Wasserversorgung erneuert. Die Gehwege sollen in der Regel mindestens 1,50 Meter breit werden, hinzu kommen barriereärmere Querungen und neue Stellplätze. Ingenieur Michael Bauch von BAMI-Ingenieure erläuterte, dass unter anderem ein unterdimensionierter Kanal und die bislang als Stichleitung ausgeführte Wasserversorgung Handlungsbedarf auslösen. Künftig soll ein Ringschluss entstehen. Die derzeitigen Ansätze für Straßenbau, Kanal und Wasser summieren sich auf knapp 1,9 Millionen Euro.
Gestaltung des Straßenraums
In der Debatte rückte schnell die Gestaltung des Straßenraums in den Mittelpunkt. Gemeinderätin Daniela Schumacher (Unabhängige Grüne Liste) störte sich daran, dass bislang lediglich zwei Baumstandorte vorgesehen sind. „Von einer Strecke von 500, 600 Metern zwei Bäume – das ist zu wenig“, sagte sie. Gerade mit Blick auf heiße Sommer müsse mehr möglich sein. Auch Jürgen Feuerbacher (Unabhängige Grüne Liste) griff das Thema auf. Angesichts steigender Temperaturen müsse man stärker an Beschattung und Kühlung denken. Bauch versprach, die Möglichkeiten noch einmal zu prüfen. Wegen Leitungen und vorgeschriebener Abstände seien die Spielräume allerdings begrenzt.
Ideen werden geprüft
CDU-Gemeinderat Martin Gnadler brachte zudem eine Einbahnstraßenregelung ins Gespräch. Sie könnte mehr Raum für Fußgänger, Begrünung oder Parken schaffen. Bauch zeigte sich zurückhaltend, weil dadurch neue Verkehrsströme entstehen könnten. Die Idee soll dennoch mit der Verkehrsbehörde geprüft werden. SPD-Rat Joachim Hausmann mahnte schließlich, bei der Wahl des Gehwegpflasters auf ältere Menschen und Rollatornutzer zu achten. „Es gibt ja verschiedene Pflastersteine“, sagte er. Ungeeignete Oberflächen führten dazu, dass Menschen mit Rollatoren auf die Straße auswichen.
Am Ende ergänzte der Gemeinderat den Beschluss um mehrere Prüfaufträge: Einbahnregelung, zusätzliche Begrünung und perspektivisch weitere Ladepunkte sollen untersucht werden. Der Vollausbau selbst ist für 2027 vorgesehen.
