Eisingen -  31.03.2021
Artikel teilen: Facebook Twitter Whatsapp

Aus dem Ratssaal Eisingen

Gemeindewald in Zahlen: In Vertretung von Revierförster Michael Steinbeck referierte seitens des Enzkreis-Forstamtes Jana Kohler über das Forstgeschehen des vergangenen Jahres im 245 Hektar großen Eisinger Gemeindewald bei der jüngsten Sitzung des Gemeindesrates. Wie sie sagt, könnten nach dem zehnjährigen Forstwirtschaftsplan jährlich 1400 Festmeter Holz geerntet werden. Im Jahr 2020 wurden nur 1109 Festmeter eingeschlagen, davon entfielen 44 Prozent der Einschlagmenge auf durch die Dürre geschädigte Bäume. Zwei Drittel des geernteten Holzes gingen als Brennholz an die Eisinger Bürger. Den Ausgaben für den Forstbetrieb in Höhe von 63 700 Euro stehen 90 500 Euro an Einnahmen gegenüber. Der Nettoerlös von 26 800 Euro konnte allerdings nur erzielt werden, weil die Gemeinde eine Waldprämie des Bundes in Höhe von 22 400 Euro erhalten hat.

Der Forstbetrieb in Eisingen fährt einen Gewinn ein. dpa-Archiv, Ehlers
Der Forstbetrieb in Eisingen fährt einen Gewinn ein. dpa-Archiv, Ehlers

Rahmenplanung Wasserversorgung: Die Gemeinde Eisingen arbeitet seit Jahren an der Sicherstellung ihrer Wasserversorgung. Wie Bürgermeister Thomas Karst berichtete, wurde im Jahr 2015 eine „Rahmenplanung Wasserversorgung“ durchgeführt, die schwerpunktmäßig die technische Ausstattung, bauliche Maßnahmen an den Hochbehältern und die Zuleitung von der Gennenbachquelle, zum Hochbehälter Waldpark zum Gegenstand hatte. Die Technikerneuerung und die Sanierung der Hochbehälter sind in den vergangenen Jahren durchgeführt worden. Die Wasserleitung von der Gennenbachquelle zum Hochbehälter sei zurückgestellt worden. Ein weiterer Bereich einer sicheren Wasserversorgung sei das Wasserverteilungsnetz im Ort, das teilweise noch aus Leitungsrohren aus dem Jahr 1913 besteht und mit jährlich vielen Rohrbrüchen behaftet ist. Für die systematische Erneuerung des Leitungsnetzes müsse eine konzeptionelle Vorgehensweise erarbeitet werden, so Karst. Der Gemeinderat beauftragte das Ingenieurbüro Leuze, Karlsruhe, mit der Rahmenplanung.

Pilotgemeinde: Eisingen beteiligt sich am vom Landesministerium für Soziales und Integration geförderten landkreisweiten Projekt „Gemeinde in Bewegung“ als Pilotgemeinde. Mit dem Enzkreis kann eine entsprechende Kooperationsvereinbarung abgeschlossen werden. Dies beschloss der Gemeinrat einstimmig. Dabei geht es darum, die inklusive und barrierefreie Infrastruktur in Eisingen auszubauen. Die Förderung macht es möglich, dass dafür eine 450-Euro-Stelle geschaffen werden kann. Das in Eisingen im Jahr 2020 ins Leben gerufene Projekt „barrierefreies Eisingen“ soll dann ab Ende 2021 in das Projekt „Gemeinde in Bewegung“ übergehen. ott