Heimsheim
Enzkreis -  19.02.2021
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A8 Flurbereinigung in Remchingen: Verfahren wird sich lange ziehen

Enzkreis/Remchingen. Es sei „ein Skandal, wenn diese bis 2030 auf die Wiederherstellung von Rechtssicherheit und ihr volles Verfügungsrecht warten“ müssten, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung aus der AfD-Kreistagsfraktion. In Remchingen, so Fuchs, sei 2009 im Zuge der sechsspurigen Neutrassierung der A8 eine sogenannte „Unternehmensflurbereinigung“ auf einer Fläche von damals 950 Hektar begonnen worden.

Für die neue Autobahn bei Remchingen wurden viele Flächen benötigt. Im Nachgang geht es nun um komplizierte Aspekte der Flurbereinigung und Entschädigungsfragen. Archivfoto: Ketterl
Für die neue Autobahn bei Remchingen wurden viele Flächen benötigt. Im Nachgang geht es nun um komplizierte Aspekte der Flurbereinigung und Entschädigungsfragen. Archivfoto: Ketterl

Eigentümer, so die Kritik von Fuchs, „verlieren bis zu fünf Prozent ihrer Fläche gegen Entschädigung und bis zu drei Prozent entschädigungslos.“ Allerdings ist es so, dass beim erwähnten zweiten Abzug für gemeinschaftliche Anlagen, etwa für Wege und Ausgleichsmaßnahmen, ein Abzug denkbar erschein, was sich aber erst nach Abschluss der Vermessungsarbeiten herausstellen wird.

Da die Autobahn fertiggestellt und die Arbeiten am Wegenetz auf der Gemarkung beendet sind, fragte der AfD-Kreisrat beim Landratsamt nach dem Abschluss der Flurbereinigung und der Neuzuteilung der Eigentümer in ihre Flächen. Er habe dabei erstaunliche Antworten bekommen: Eine Grünbrücke über die A8 bei Remchingen sei im September 2020 planfestgestellt worden. Im Sommer 2021 solle die Vermessung der im Verfahren befindlichen 843 Hektar abgeschlossen sein. Dann erst gebe es „Wunschtermine“ für die Neuzuteilung. Und schließlich: Die Einweisung solle nicht vor Herbst 2024, also 15 Jahre nach Beginn, erfolgen. Das Verfahren werde erst mit der „Berichtigung der öffentlichen Bücher“ im Jahr 2030 abgeschlossen, zitiert Fuchs aus der Antwort. „Bürger, die wieder Grenzsteine wünschen und sich nicht auf das GPS-Register des Landes verlassen, müssten dafür selbst zahlen“, sagt Fuchs.

Autor: pm