So weit sind private Anbieter mit dem Glasfaserausbau im Enzkreis
Enzkreis. Enzkreis. Nur 13 von 25 Mitgliedskommunen des Zweckverbands Breitbandversorgung im Enzkreis werden über den Verband ausgebaut. In den übrigen Gemeinden und darüber hinaus kümmern sich private Anbieter – zu denen die Stadtwerke Pforzheim (SWP), Stadtwerke Mühlacker (SWM) und LEONET (früher als Breitbandversorgung Deutschland BBV bekannt) gehören – um das schnelle Internet. Doch wie weit fortgeschritten ist der Ausbau jeweils? Und was ist mit den Kommunen, die sich dem Zweckverband nicht angeschlossen haben?
Wie Anna Louisa Ellminger, Referentin Unternehmenskommunikation/PR der SWP, bekanntgibt, seien die Vollausbauten in Tiefenbronn und Neuhausen bei 95 Prozent. Also kurz vor dem Abschluss. Aktiv gebaut werde zudem in Kieselbronn, wo 65 Prozent der Arbeiten gemacht seien. Ebenso in Ispringen mit 40 Prozent. Die Gemeinde gehört jedoch laut Übersicht des Zweckverbands Breitbandversorgung im Enzkreis nicht zu den Mitgliedern. Im Remchinger Ortsteil Nöttigen, so Ellminger weiter, seien es dagegen bislang nur 10 Prozent des realisierten Bauanteils. Sechs Kommunen befinden sich erst in der technischen Vorplanung. Dazu gehören Keltern, Niefern-Öschelbronn, Ölbronn-Dürrn, Eisingen, Kämpfelbach und Neulingen. In Wurmberg sei nur der Ortsteil Neubärental eingeschlossen. Wurmbergs Rathauschef Jörg-Michael Teply sprach beim vergangenen Gespräch mit der „Pforzheimer Zeitung“ davon, dass der Hauptort vom Zweckverband berücksichtigt worden sei. Teply ist Vorsitzender des Zweckverbands Breitband im Enzkreis.
Neben den SWP hat LEONET das schnelle Internet in einzelnen umliegenden Kommunen vorangebracht. Seit Oktober 2024 sind Engelsbrand und beide Teilorte an das Glasfaser-Netz angeschlossen. Die Höhengemeinde hat sich als erstes Mitglied vom Zweckverband Breitbandversorgung im Enzkreis abgewendet. LEONET kooperiert gemäß Unternehmens-Website zudem mit Wiernsheim. Die Gemeinde gehört jedoch laut Übersicht des Zweckverbands Breitbandversorgung im Enzkreis wie Ispringen auch, nicht zu den Mitgliedern. Im Teilort Serres sei das Glasfasernetz durch LEONET bereits aktiv. Gebaut werde dagegen noch in Wiernsheim selbst, Iptingen und Pinache. Die dritte und letzte durch das Unternehmen betreute Kommune im Enzkreis sei Maulbronn. Die Klosterstadt wollte im Jahr 2019 die Zweckverbandsmitgliedschaft kündigen und scheiterte. Dort befinde sich LEONET laut Unternehmens-Website nun mitten in der Planungsphase.
Ein weiterer privater Anbieter sind die SWM, die sich im eigenen Gebiet um den Breitbandausbau kümmern. Zuletzt kam es durch die kalten Temperaturen zu einer Verzögerung.
