Heimsheim
Enzkreis -  06.05.2021
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App soll Patienten vor, während und nach dem Klinikaufenthalt begleiten

Enzkreis/Ludwigsburg. Die RKH Kliniken wollen Patienten eine App an die Hand geben, die sie vor, während und nach einem stationären Aufenthalt oder einer ambulanten Behandlung begleitet.

Die App soll nicht nur Dokumente, Checklisten und Fragebögen zur Verfügung stellen oder über unterschiedliche Serviceangebote und Fachabteilungen informieren, sondern ein direkter Draht zur Klinik werden. Zu diesem Zweck kooperieren die RKH Kliniken mit der Firma BEWATEC. Geplant sind Benachrichtigungen über anstehende Behandlungstermine, das Einstellen von Therapieplänen, die Übermittlung und Überwachung von Vitalwerten oder die Möglichkeit von Videosprechstunden. Man wolle eine „digitale Brücke“ zu den Patienten bauen, so Geschäftsführer Professor Dr. Jörg Martin. Die Zeit dicker Informationsbroschüren, zahlreicher Ausdrucke und Briefe oder E-Mails zur Erinnerung sei vorüber.

Mit Hilfe der App könne man Patienten künftig rechtzeitig und jederzeit informieren: über den OP-Termin, das Absetzen von Medikamenten und das Mitbringen von Unterlagen, nach der Operation über richtiges Bewegen oder Übungen, schonendes Essen und anstehende Kontrolltermine. „Wir stehen noch am Anfang einer langen Entwicklung mit einigen Hürden und natürlich auch vielen Chancen für moderne Abläufe“, so Timo Baumann, Leiter der Abteilung für Zentrale Informationsverarbeitung. Die neue App sei bereits an das Krankenhausinformationssystem angebunden, künftig sollen weitere Daten direkt in die elektronische Patientenakte fließen. „Dafür haben wir von Anfang an hohe Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit gestellt und die Sicherheit auch von Profis testen lassen“, sagt er. pm