Heimsheim
Enzkreis -  29.11.2021
Artikel teilen: Facebook Twitter Whatsapp

Aus dem Ausschuss des Kreistages

Haushaltsdebatte: In der jüngsten Sitzung des Sozial- und Kulturausschusses des Kreistags hat das Gremium über den Etat 2022 beraten und diverse Zuschüsse vergeben. Zuvor hat Finanzdezernent Frank Stephan einen Einblick in den Haushalt gegeben. Dieser stehe kommendes Jahr enorm unter Druck, sagte er. Dennoch unterstützt der Enzkreis weitere eine ganze Reihe an Einrichtungen.

Freie Träger der Sozial- und Jugendhilfe: Die Zuschüsse an Caritas, Diakonie, Volkshochschule und andere freie Träger der Sozial- und Jugendhilfe werden im Jahr 2022 um 1,74 Prozent erhöht. Der Antrag der Verwaltung ergibt eine Ausgabensteigerung von jährlich 24.792 Euro und wurde mit einer Enthaltung vom Ausschuss des Kreistages beschlossen.

Zuschuss für Einrichtungen gegen häusliche Gewalt: Während die Fallzahlen von häuslicher Gewalt steigen, konnten die Fachstellen nicht mehr alle beraten, weil es an Personal fehlt und telefonische Beratungen während der Pandemie auch nicht immer angenommen werden. Der Kreistag bewilligte den Zuschuss für die Fachstelle gegen Häusliche Gewalt, die organisatorisch dem Ökumenischen Frauenhaus Pforzheim zugeordnet ist. Ab 2022 ist jährlich ein maximaler Betrag von 40 000 Euro vorgesehen.

Zuschuss für Betriebskosten des Henri-Arnaud-Hauses: Das Henri-Arnaud-Haus in Ötisheim-Schönenberg ist das größte Waldensermuseum außerhalb Italiens. Alle Bereiche werden ehrenamtlich betrieben und finanziell größtenteils durch Spenden getragen. Der Verein Deutsche Waldenservereinigung hat einen Zuschuss für die Betriebskosten beantragt. Der Ausschuss des Kreistags hat einstimmig beschlossen, dass der Enzkreis den jährlichen Zuschuss von derzeit 4.346 Euro ab dem 1. Januar auf 10.000 Euro erhöht.

Zuschuss für Kommunales Kino: Wie die Waldenservereinigung, hat auch das kommunale Kino einen Antrag auf Erhöhung des Zuschusses gestellt. Seit 1986 sei keine Änderung an der Summe vorgenommen worden, so Landrat Bastian Rosenau. Aus diesem Grund halte er es für legitim, den Zuschuss von derzeit 2.557 Euro auf 5.000 Euro zu gewähren. Das sah das Gremium genau so und stimmte mit einer Enthaltung dafür.

Autor: lem