Heimsheim
Enzkreis -  10.09.2021
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Bio-Himbeeren aus dem Enztal: Serie „Farm-Fenster“ beleuchtet den Obstanbau im Enzkreis

Enzkreis/Mühlacker-Lomersheim. Was macht die Landwirtschaft im Enzkreis aus? Wer prägt unsere Kulturlandschaft und produziert unsere Nahrungsmittel vor Ort? Die Artikelserie „Farm-Fenster“ beleuchtet Aspekte der hiesigen Landwirtschaft und ihre Bedeutung für die Menschen in der Region. Der vierte Teil der Serie dreht sich um den Erwerbsobstbau eines Bio-Betriebes und die Herausforderungen beim Anbau von Himbeeren.

Thomas Aichele (links) und Conrad Adrion bauen gemeinsam Himbeeren an. Foto: Friopics/Silas Schüller/Enzkreis
Thomas Aichele (links) und Conrad Adrion bauen gemeinsam Himbeeren an. Foto: Friopics/Silas Schüller/Enzkreis

Es war nicht so, dass Thomas Aichele vor fünf Jahren aus reiner Langeweile den Gedanken Gestalt annehmen ließ, ein weiteres Standbein für seinen Hof aufzubauen. Die Geflügelzucht und der Ackerbau forderten ihm und seiner Frau Sina bereits einiges ab. „Überhaupt standen eigentlich zuerst die Projekte Bio-Umstieg und mobile Hühnerhaltung auf der Agenda“, sagt Aichele.

Doch irgendwie hatten sich die Eindrücke eines Argentinien-Aufenthaltes so tief ins Gedächtnis gegraben, dass er tatsächlich ins Grübeln kam. „Dort findet Obstbau in ganz anderen Dimensionen statt, das hat mich schwer beeindruckt“, blickt der Landwirt auf die lehrreiche Reise zurück. In Kooperation mit Conrad Adrion aus Illingen, dessen Familie einen Beerenobstbetrieb in Argentinien führt und der passionierter Obstbauer ist, nahmen die Planungen bald konkrete Züge an.

Im Frühjahr 2017 gründete das Duo schließlich eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) und setzte auf ein halbes Hektar Ackerfläche aus Argentinien importiertes Pflanzgut der Sorte Glen Ample. Bis zur ersten Ernte im Juni 2018 war dann erstmal Geduld angesagt. In dieser Zeit lernte Aichele von seinem Partner, worauf es bei Himbeeren ankommt: in erster Linie Geschmack und Aussehen, dazu Haltbarkeit, Festigkeit und Pflückbarkeit.

Auf eine recht erfolgreiche Premieren-Ernte folgte im Frühjahr 2019 der Import von weiteren Pflanzen aus Südamerika, die jedoch in einem schlechten Zustand in Deutschland ankamen.

Mehr lesen Sie am 11. September in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Autor: enz