Heimsheim
Enzkreis -  10.01.2022
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Bio-Musterregion Enzkreis bekommt neue Managerin

Enzkreis. Aufgewachsen im Pforzheimer Stadtteil Würm und früh verwurzelt in der bäuerlichen Landwirtschaft, Ausbildung zur Gärtnerin, Tätigkeiten in der naturpädagogischen Öffentlichkeitsarbeit im Pforzheimer Wildpark und im Hofladen des Lohwiesenhofs in Huchenfeld: Die Voraussetzungen von Ursula Waters passen gut zum neuen Job. Seit Dezember ist die 58-Jährige die neue Regionalmanagerin der Bio-Musterregion Enzkreis und damit Nachfolgerin von Marion Mack.

Ursula Waters setzt sich unter anderem für Biodiversität ein.Dustin Waters
Ursula Waters setzt sich unter anderem für Biodiversität ein.Dustin Waters

Die Enzkreis-Region besteht im vierten Jahr und ist eine von 14 Bio-Musterregionen in Baden-Württemberg. Neben den 28 Kreis-Kommunen umfasst sie auch die Stadt Pforzheim.

"In der Bio-Musterregion sehen wir ein sehr gutes Instrument, um mit den Landwirten und den verarbeitenden Betrieben vor Ort Kooperationen zu entwickeln, Wertschöpfungsketten und die notwendigen Strukturen zu stärken", sagt der Dezernent für Landwirtschaft, Forsten und öffentliche Ordnung, Daniel Sailer.

Erhalt der Kulturlandschaft

Dass Waters selbst die Streuobstwiesen liebt und sich für deren Erhalt einsetzt, ist für Sailer ein weiterer Pluspunkt — und dass sie zusammen mit ihrem Mann im Nebenerwerb eine bio-zertifizierte Brennerei betreibt. Besonders am Herzen liegen Waters der Zusammenhalt und die Förderung aller landwirtschaftlicher Betriebe:

"Ob Bio oder konventionell, in ihrer Gesamtheit tragen sie zum Erhalt unserer Kulturlandschaft und zur Förderung der Biodiversität bei", ist Waters überzeugt.

Unterstützt wird die Regionalmanagerin vom Steuerungskreis: Er berät bei der Festlegung von Zielen und Schwerpunkten und bei der Entwicklung von Aktivitäten. In der jährlich stattfindenden Beiratsversammlung kann zudem jede Bürgerin und jeder Bürger Ideen und Anregungen ein- und Kritik anbringen.

Blick in die Zukunft

"Wir wollen erreichen, dass in Kantinen von Kindergärten und Schulen oder in Betriebskantinen mehr Biolebensmittel verarbeitet werden", umreißt Waters einen der aktuellen Schwerpunkte der Bio-Musterregion Enzkreis.

Außerdem ist geplant, die im Jahr 2022 zusammen mit der Stabsstelle für Wirtschaftsförderung und Tourismus erarbeitete "Hoferfahrung" um Ost- und West-Routen zu erweitern.

Bei diesen Touren wird von Bauernhof zu Bauernhof geradelt: "Eine perfekte Kombination von Bewegung, Genuss und Information zur Erzeugung heimischer Lebensmittel", findet die neue Regionalmanagerin Waters.

Autor: pm