Heimsheim
Enzkreis -  14.07.2020
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Bundesarbeitsminister Hubertus Heil findet klare Worte zu Müller Fleisch und zur Fleischindustrie

Enzkreis. Ein direkter Austausch mit Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) über die Verhältnisse beim Birkenfelder Schlachtbetrieb Müller Fleisch? Corona macht’s möglich. Im doppelten Sinn. Zum einen hat die massive Virusausbreitung unter rund 400 überwiegend rumänischen Werkvertragsbeschäftigten ein Schlaglicht auf die Arbeitsbedingungen und die Zustände in den Sammelunterkünften geworfen.

Für die PZ hat sich Redakteur Sven Bernhagen in die Videokonferenz mit Arbeitsminister Hubertus Heil eingeklinkt.Foto: Meyer
Für die PZ hat sich Redakteur Sven Bernhagen in die Videokonferenz mit Arbeitsminister Hubertus Heil eingeklinkt.Foto: Meyer

Zudem sind seit Einführung der Lockdown-Maßnahmen Videokonferenzen schwer angesagt. So hat die Pforzheimer SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast, die das Thema nach Berlin getragen hat, jetzt eine Online-Diskussion mit Heil organisiert.

Rund 45 Teilnehmer haben sich eingeklinkt – darunter neben Medienvertretern und Gewerkschaftern auch viele SPDler aus der Region vom Kreistagsfraktionsvorsitzenden Hans Vester bis zur Birkenfelder Gemeinderätin Katja Erdmann-Bott. Müller-Fleisch-Geschäftsführer Martin Müller habe allerdings kurzfristig „wegen Terminproblemen“ abgesagt, so Mast.

Heil verdeutlichte noch einmal, dass nun der Kabinettsbeschluss, in Kernbereichen der Fleischindustrie Werkverträge und Leiharbeit zu verbieten, in ein Gesetz gegossen werden müsse. Am 29. Juli will er es in der Regierungsrunde vorstellen, anschließend muss es durch den Bundestag und den Bundesrat. Heil sieht gute Chancen für eine Mehrheit: „Im Herbst könnte es dann in Kraft treten.“

Mehr lesen Sie am 15. Juli in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Autor: ben