Heimsheim
Enzkreis -  27.04.2021
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Erstattung von Kita-Gebühren sorgt für Ärger in den Gemeinden

Enzkreis. Im Januar und im größten Teil des Februars waren die Kindertagesstätten geschlossen, auch in der Region. Damit die Kommunen den Eltern für diesen Zeitraum die Beiträge erlassen konnten, hatte das Land angekündigt, für die coronabedingte Schließzeit 80 Prozent der Ausfälle zu kompensieren.

Wochenlang waren Kitas verwaist. Für diese Zeit hatten die Gemeinden mit mehr finanzieller Unterstützung vom Land für die Erstattung der Gebühren gerechnet. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa-Archiv
Wochenlang waren Kitas verwaist. Für diese Zeit hatten die Gemeinden mit mehr finanzieller Unterstützung vom Land für die Erstattung der Gebühren gerechnet. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa-Archiv

Ein Versprechen, das offenbar nicht in allen Fällen gehalten worden ist. Zumindest legt das eine stichprobenartige Recherche nahe. Die PZ hat gefragt, wie viel Prozent der ausgefallenen Elternbeiträge die Kommunen im Januar und Februar vom Land erstattet bekommen haben. Der von den Kommunen für ihre Berechnungen zugrunde gelegte Zeitraum kann sich von Fall zu Fall unterscheiden. In Ölbronn-Dürrn war es laut Kämmerer Norman Tank im kommunalen Kindergarten „Sonnenblume“ abzüglich der für die Notbetreuung geleisteten Elternbeiträge eine Beteiligung von 42 Prozent. Im Waldkindergarten waren es 48 Prozent, im Steinbeiskindergarten 35. In Kieselbronn kam Kämmerer Wolfgang Grun in der jüngsten Ratssitzung auf etwas mehr als 62 Prozent, die Erstattungen für die ebenfalls nicht erfolgte Schulkindbetreuung mit einkalkuliert. In Schömberg (Kreis Calw) lag der Anteil der Erstattungen im Schließungszeitraum bei rund 40 Prozent. Allerdings ergänzt Hauptamtsleiterin Lea Miene: „Die Ausfälle der Kita-Entgelte kompensieren sich noch weiter dadurch, dass wir die Notbetreuung für den Zeitraum tagesgenau abrechnen.“ Die endgültigen Zahlen stünden noch aus. Mehr über die unterschiedlichen Erstattungssummen von Kita-Gebühren durch das Land an die Kommunen lesen Sie am Mittwoch, 28. April, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Autor: rol