Heimsheim
Enzkreis -  27.01.2020
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Fast 14,3 Millionen Euro sind seit dem Jahr 2000 laut Schweickert in die Feuerwehren geflossen.

Enzkreis. Da zuletzt in vielen Gemeinden des Enzkreises Diskussionen über die Feuerwehrausstattung geführt wurden, hat der FDP-Landtagsabgeordnete Erik Schweickert bei der Landesregierung nachgefragt, wie sich die Förderung der Feuerwehren im Enzkreis entwickelt hat.

Insgesamt flossen demnach seit dem Jahr 2000 fast 14,3 Millionen Euro in die 28 Enzkreis-Kommunen, wie der Abgeordnete in einer Pressemitteilung berichtet. Spitzenreiter sei erwartungsgemäß die Große Kreisstadt Mühlacker mit rund 2,2 Millionen, die geringste Förderung habe Ölbronn-Dürrn mit rund 138 000 Euro erhalten.

„Man muss sich jedoch bewusst sein, dass die Förderung auch abhängig vom Bedarf ist. Grundsätzlich sind ja bekanntlich die Kommunen selbst für die Aufstellung einer den Verhältnissen entsprechenden Feuerwehr zuständig und teure Löschfahrzeuge werden natürlich mehr gefördert als vergleichsweise günstige Mannschaftstransportwagen“, warnt Schweickert vor zu weitgehenden Interpretationen.

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Zudem verweist der Enzkreis-Abgeordnete darauf, dass sich die verschiedenen Feuerwehren bei vielen Einsätzen ohnehin gegenseitig unterstützen müssten. „Ich halte es für wichtig, dass der Bedarf der Feuerwehren intensiv gemeindeübergreifend besprochen wird, damit eine bestmögliche Abstimmung erfolgt, selbstverständlich ohne einen gewissen Grundstandard einzelner Feuerwehren zu unterschreiten“, regt Schweickert an. Leichte Kritik übt er daran, dass Fahrzeuge zu häufig zu individuell ausgestattet werden und dadurch hohe Kosten entstehen. „Eine weitergehende Standardisierung der Fahrzeuge böte sicherlich auch ein gewisses Einsparpotenzial“, ist sich Schweickert sicher. Die Ausgaben der baden-württembergischen Gemeinden für ihre Feuerwehren wuchsen von 2000 bis 2017 von 370 auf über 650 Millionen Euro an.

Autor: pm