Heimsheim
Enzkreis -  19.11.2021
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Integration will organisiert sein: Enzkreis sieht bei Hilfen für Migranten stetigen Optimierungsbedarf

Enzkreis. Von einer hervorragenden Resonanz auf die digitale Dialogveranstaltung zum Integrations- und Vielfaltskonzept des Enzkreises sprachen am Freitag Dezernent Daniel Sailer und Lukas Klingenberg vom Amt für Migration und Flüchtlinge. Mit Unterstützung des Büros Stadtberatung Dr. Sven Fries standen sechs Arbeitsgruppen zur Auswahl. An bis zu zwei dieser Gruppen konnten sich die Dialogteilnehmer einwählen. Es ging um die Themen „Freizeit“, „Gesellschaftliche Teilhabe“, „Arbeit und Ausbildung“, „Gesundheit und Gewaltprävention“ sowie „Sprache und Bildung“.

Lukas Klingenberg, Leiter des Amts für Migration und Flüchtlinge im Enzkreis, mit Isabel Hansen von der Stabsstelle Integration zeigen, dass es auf dem Weg zum Integrations- und Vielfaltskonzept im Rahmen des Bürgerdialogs schon viele Ideen gibt. Am Freitag gab es hierzu eine virtuelle Tagung mit zahlreichen Beteiligten. Foto: Landratsamt Enzkreis
Lukas Klingenberg, Leiter des Amts für Migration und Flüchtlinge im Enzkreis, mit Isabel Hansen von der Stabsstelle Integration zeigen, dass es auf dem Weg zum Integrations- und Vielfaltskonzept im Rahmen des Bürgerdialogs schon viele Ideen gibt. Am Freitag gab es hierzu eine virtuelle Tagung mit zahlreichen Beteiligten. Foto: Landratsamt Enzkreis

Das Projekt des Integrations- und Vielfaltskonzepts ist im Landratsamt maßgeblich angedockt bei Isabel Hansen und Katja Kraft von der Stabsstelle für Integration, gefördert wird es vom Sozialministerium in Stuttgart. Ziel der Dialogveranstaltung ist es laut Hansen „die bestehenden Angebote und Bedarfe aus den Kommunen zu sammeln und zu priorisieren“. Haupt- und ehrenamtliche Akteure der Integrationsarbeit, interessierte Bürger mit und ohne Migrationshintergrund sowie kommunale Vertreter nutzten am Freitag die Möglichkeit, sich ganztägig einzubringen, um den bereits 2019 eingeschlagenen Weg zu einer in sich schlüssigen Konzeption weiterzuverfolgen. Hansen geht davon aus, dass 2022 ein gutes Stück auf dem erwähnten Weg geschafft sein wird. Klar wurde, dass es mit Keltern, Maulbronn, Neulingen und Wiernsheim vier Pilotkommunen im Enzkreis gibt, die schon weit vorangeschritten sind. Am Ende soll es das besagte Integrations- und Vielfaltskonzept des Enzkreises geben.

Hansen und Amtsleiter Lukas Klingenberg unterstrichen in der digitalen Pressekonferenz, dass dieses Konzept nicht nur an Flüchtlinge gedacht sei, sondern in einem erweiterten Sinn an alle Menschen mit Migrationshintergrund. Dezernent Daniel Sailer unterstrich eingangs, dass dem Enzkreis 2020 170 Flüchtlinge zugewiesen worden seien, bis Ende Oktober 2021 seien es schon 225 gewesen. Tendenz steigend. Und ganz grundsätzlich, so die Kreisverwaltung, sei beim Thema Menschen mit Migrationshintergrund festzustellen, dass der Ausländeranteil bis Ende September im Enzkreis bei immerhin elf Prozent gelegen habe. Bei der Integration handele es sich also um eine Daueraufgabe. Sailer wörtlich: „Wir wollen immer wieder prüfen, ob wir noch besser werden, punktgenauer handeln und gute Ideen aufgreifen können.“