Heimsheim
Enzkreis -  21.01.2020
Artikel teilen: Facebook Twitter Whatsapp
Anzeige

Jahrespressekonferenz VR-Bank Neckar-Enz: Zinskrise beschäftigt auch regionale Banker

Enzkreis/Ludwigsburg. Wachstumsraten in 2019 „in allen relevanten Bereichen“ ließen die Chefbanker der VR-Bank Neckar-Enz bei der Jahrespressekonferenz zufrieden die Hände reiben. Getrübt wurde die Freude freilich durch den erneuten Zinseinbruch im vergangenen Jahr, räumten Timm Häberle und Heiko Herbst ein. Zumindest Kleinsparer sollen aber vorerst auch weiterhin von „Verwahrentgelten“ verschont bleiben.

Die Chefbanker der VR-Bank Neckar-Enz, Timm Häberle und Heiko Herbst (von links) – hier symbolisch als Gourmetkellner mit Roastbeef und Saibling auf den Brettern – sind nach der letztjährigen Geschäftsentwicklung überzeugt, „dass unseren Mitgliedern und Kunden unsere Gerichte schmecken“. Foto: Kollros
Die Chefbanker der VR-Bank Neckar-Enz, Timm Häberle und Heiko Herbst (von links) – hier symbolisch als Gourmetkellner mit Roastbeef und Saibling auf den Brettern – sind nach der letztjährigen Geschäftsentwicklung überzeugt, „dass unseren Mitgliedern und Kunden unsere Gerichte schmecken“. Foto: Kollros

Der Vorstandsvorsitzende und sein Stellvertreter müssen jedenfalls reflektieren, dass es aktuell „keinerlei Perspektiven für eine Aufhellung des Zinsklimas gibt“. Gut für die VR-Bank Neckar-Enz, in die vor Jahren die Enztalbank aufgegangen war, dass in der Vergangenheit Maßnahmen getroffen wurden, um der Zinskrise zu begegnen, die sich allein im vorigen Jahr mit einem Rückgang des Zinsüberschusses um eine auf 31 Millionen Euro auswirkte. So seien seit der letzten großen Fusionsrunde die Verwaltungskosten spürbar gesenkt worden, allein im vorigen Jahr um rund 400 000 Euro, und die Bank habe bewusst darauf verzichtet, Kapitalanlagen großer und anonymer Anleger anzunehmen, für die die Regionalbank bei der Zentralbank besagte Verwahrentgelte – oder auch Negativzinsen genannt – hätte bezahlen müssen. Im Kreditgeschäft wurde 2019 ein Plus von 6,2 Prozent auf 1,09 Milliarden Euro verbucht. Maßgebliches Zugpferd sei erneut das Firmenkundengeschäft gewesen, aber auch preiswerte Baufinanzierungen hätten die Entwicklung nochmals beflügelt, so Vorstand Heiko Herbst.

Mehr über die Jahrespressekonferenz der VR-Bank Neckar-Enz lesen Sie am Mittwoch, 22. Januar 2020, in der „Pforzheimer Zeitung (Ausgabe Mühlacker)“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Anzeige

Autor: Norbert Kollros