Heimsheim
Enzkreis -  06.01.2022
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Kooperationsprojekt zweier Firmen aus der Region: Streuobstwiesen aufgewertet

Enzkreis/Neuhausen. Im Rahmen eines Kooperationsprojekts der „miteinanderleben service gGmbH“ und des Waiblinger Unternehmens Aeroxon wurden Streuobstwiesen zwischen Neuhausen und Steinegg mit heimischem Saatgut aufgewertet.

Das Wiesendrusch-Saatgut der „miteinanderleben service gGmbH“ dient dem Erhalt der heimischen Flora und Fauna. Foto: miteinanderleben/Aeroxon
Das Wiesendrusch-Saatgut der „miteinanderleben service gGmbH“ dient dem Erhalt der heimischen Flora und Fauna. Foto: miteinanderleben/Aeroxon

Der nächste Sommer kommt bestimmt: Dann summt und brummt es wieder auf den üppig blühenden Streuobstwiesen entlang des Kapellenweges zwischen Neuhausen und Steinegg. Zu verdanken ist dies einem Projekt der „miteinanderleben service gGmbH“, das zum Ziel hat, Streuobstwiesen mit gebietsregionalem Wiesendrusch aufzuwerten. Mit den naturnahen Blühwiesen soll langfristig der Zerstörung der regionalen Wiesenstruktur und dem Verlust der Artenvielfalt begegnet werden. Entstanden ist ein artenreiches Wiesenbiotop mit 45 Wildpflanzenarten, die über 500 Insekten ernähren und ihnen eine neue Heimat bieten. Finanziell unterstützt wurde das Projekt vom Waiblinger Traditionsunternehmen Aeroxon Insect Control GmbH.

Wiesen werden nach strengen Kriterien ausgewählt

Die gemeinnützige „miteinanderleben service GmbH“, die als Inklusionsunternehmen Menschen mit Beeinträchtigungen sinnvolle und dauerhafte Arbeitsplätze bietet, ist seit vielen Jahren im Bereich des Garten- und Landschaftsbaus sowie der Pflege von Naturschutzgebieten und Ausgleichsflächen tätig. Im Rahmen dieser Arbeit wurde man auf das Problem der aussterbenden, naturnahen Wiesen aufmerksam und initiierte in enger Zusammenarbeit mit dem Landschaftserhaltungsverband Enzkreis das Wiesendrusch-Projekt. Seit 2015 ist die „miteinanderleben service gGmbH“ als zertifizierter Wildsaatgutentnehmer vom Regierungspräsidium Karlsruhe anerkannt. Viel Fachwissen und Handarbeit sind nötig, um gebietsregionalen Wiesendrusch zu gewinnen: Zunächst müssen geeignete Wiesen gefunden werden. Sind diese nach strengen Kriterien ausgewählt, erfolgt die kontinuierliche Pflege, um die heimische Pflanzendiversität sicherzustellen.

Händisch werden Schadpflanzen wie Jakobskreuzkraut und Herbstzeitlose beseitigt. Die Ernte erfolgt dann mit dem Mähdrescher. Im Angebot ist ein breites Sortiment an Wiesensaattypen für verschiedenste Bodenarten. „Wir freuen uns, dass Aeroxon auf unser Wiesendrusch-Projekt aufmerksam geworden ist und unsere Arbeit unterstützt“, sagt Norbert Bogner, Geschäftsführer von „miteinanderleben“. „Auf den von uns bearbeiteten Flächen konnten wir wieder ein Stück des ökologischen Gleichgewichts herstellen.“ Seit 2019 unterstützt Aeroxon bundesweit Natur- und Umweltprojekte. Insbesondere liegt der Schwerpunkt auf dem Schutz und dem Erhalt von Streuobstwiesen.

Autor: pm