Heimsheim
Enzkreis -  24.06.2021
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Nordschwarzwald als Zugmaschine: Idee eines regionalen Verkehrsmodells kommt gut an

Enzkreis/Kreis Calw. Der Regionalverband Nordschwarzwald will ein regionales Verkehrsmodell erstellen lassen. Bei einer Enthaltung beauftragte dessen Verwaltungs-, Wirtschafts- und Verkehrsausschuss bei seiner öffentlichen Sitzung am Mittwochvormittag in Straubenhardt die Geschäftsstelle, dafür Angebote einzuholen. Das Verkehrskonzept ist notwendig, weil der Regionalverband einen Klimamobilitätsplan erstellen lassen will.

Darin sollen auf kommunaler Ebene konkrete Vorhaben im Mobilitätssektor festgelegt werden, die zu einer dauerhaften Verringerung des Treibhausgasausstoßes führen sollen. Ziel ist es, den Kohlenstoffdioxidausstoß im Verkehr bis 2030 um 40 Prozent zu senken. Die für die Erstellung von Klimamobilitätsplänen anfallenden Kosten können mit bis zu 50 Prozent gefördert werden. Werden in den Plänen verankerte Vorhaben umgesetzt, sind Förderquoten von bis zu 75 Prozent möglich. Aber: Eine Förderung für die Klimamobilitätspläne gibt es nur, wenn sie einige Kriterien erfüllen. Und dazu gehört auch eine Berechnung der Emissionsänderungen im motorisierten Individualverkehr und im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) – analog zu Bewertungsverfahren des Bundes sowie unter Verwendung eines Verkehrsmodells. Doch genau da könnte es Probleme geben: Die Geschäftsstelle des Regionalverbands befürchtet, dass gerade das Verkehrsmodell aufgrund seiner Komplexität und der verhältnismäßig hohen Kosten für Kommunen und Kreise zu einer Bremse werden könnte. Um das zu verhindern, will man ein gemeinsames, regionsweites Modell erstellen lassen. Eine Vorgehensweise, die aus Sicht der Geschäftsstelle den Vorteil hätte, dass alle Kommunen, die vier Kreise und die Verkehrsverbünde profitieren würden – auch finanziell.

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Autor: Nico Roller