Heimsheim
Enzkreis -  21.01.2020
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Ran an die Pfeife – Kreis Pforzheim sucht neue Schiedsrichter

Während bei den Fußballern eine neue Saison im Sommer beginnt, starte eine neue Runde bei den Schiedsrichtern mit Beginn eines neuen Jahres. Das heißt, die Schiedsrichter-Vereinigung Pforzheim lädt nun auch wieder zu einem Neulingskurs ein, der am kommenden Samstag in Königsbach startet. „Wir suchen händeringend neue Schiedsrichter um den Spielbetrieb zu sichern“, sagt Jörg Ausgenstein, Chef der Schiedsrichter-Vereinigung Pforzheim. Die PZ erklärt alles Wissenswerte zur Ausbildung.

Junge Schiedsrichter wie hier Marvin Wacker, gibt es leider viel zu wenige. Foto: Privat
Junge Schiedsrichter wie hier Marvin Wacker, gibt es leider viel zu wenige. Foto: Privat

Wo und wann findet der Neulingskurs statt? Wie lange dauert die Ausbildung?

Der Kurs der Schiedsrichter-Vereinigung Pforzheim startet am Samstag, 25. Januar, um 9.30 Uhr beim SV Königsbach, Steiner Straße 60 75203 Königbach-Stein. An drei Wochenenden (samstags und sonntags immer von 9.30 bis 13 Uhr) sollen die Neulinge fit für die Pfeife gemacht werden. Die Prüfung erfolgt am Sonntag, 9. Februar.

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Wer kann sich zum Neulingskurs anmelden?

Alle Interessierten, egal ob männlich oder weiblich, ab einem Alter von zwölf Jahren. „Nach oben sind keine Grenzen gesetzt“, grinst Lehrwart Florian Kuppinger (25), der sich seit sechs Jahren um die Ausbildung kümmert.

Welche Inhalte werden vermittelt?

Die kostenlose Ausbildung startet mit der Theorie. Die Teilnehmer lernen in Präsenzunterricht und E-Learning die Fußballregeln, die Aufgaben eines Unparteiischen sowie grundlegende Infos zum Verhalten von Konfliktsituationen. Die theoretische Ausbildung endet mit einer schriftlichen Prüfung. Die Praxis kommt natürlich auch nicht zu kurz. Einen Fitness-Test müssen die Teilnehmer ebenso absolvieren.

Sind die Neulinge nach erfolgreicher Prüfung dann komplett auch sich alleine gestellt?

Keineswegs. Jeder Neuling bekommt einen erfahrenen Schiedsrichter als Paten an seine Seite. Ihm dürfen sie zunächst über die Schulter schauen, bevor es zum Rollentausch kommt. Der Pate betreut den Nachwuchs bei seinen ersten Einsätzen in der Saison, dabei gibt er Tipps und sorgt für einen reibungslosen Ablauf vor Ort und für einen respektvollen Umgang zwischen allen Beteiligten (Schiedsrichter, Trainer, Offizielle und Zuschauer).

Was ist der Anreiz für eine Ausbildung zum Schiedsrichter?

„Die Ausbildung ist interessant, da wir praxisnah versuchen, die jungen Leute zu begeistern. Das Paten-Konzept ist uns dabei sehr wichtig, damit die Neulinge Spaß haben und dabei bleiben“, sagt Florian Kuppinger. Außerdem: Die Schiedsrichter-Vereinigung Pforzheim um Chef Jörg Augenstein legt großen Wert auf Förderung und Weiterbildung seiner Referees. Aufstiegsmöglichkeiten sind vorhanden.

Was „verdient“ man als Schiedsrichter und welche Vorteile hat man mit dem Schiedsrichterschein?

Die Aufwandsentschädigung etwa für ein Kreisliga-Spiel liegt bei 40 Euro plus 30 Cent Fahrtkosten pro Kilometer. Wer in der Landesliga pfeift, bekommt 52 Euro. Zudem: Als Schiedsrichter hat man freien Eintritt zu allen Bundesliga-Spielen.

Wie viele Schiedsrichter stellt der Fußballkreis Pforzheim?

Derzeit 140. Laut Jörg Augenstein sollten es aber 270 sein. Der Schiri-Boss meint: „Wenn wir 200 Unparteiische hätten, wäre das super. Dann müssten wir uns keine Sorgen um den Spielbetrieb in den unteren Klassen machen. Denn klar ist: Jedes Spiel, das ausfällt, ist zu viel.“ Aufgrund des Schiedsrichtermangels kommt es vor allem in den C-Klassen immer wieder zu Spielausfällen.

Wo kann man sich anmelden?

Am besten per Mail an florian.kuppinger@badfv-pf.de.

Autor: Dominique Jahn