Heimsheim
Enzkreis -  25.11.2021
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Regionalverband Nordschwarzwald sieht Handlungsbedarf im Verkehr: Mehr Busse, neue Stadtbahn und Straßenausbau

Enzkreis/Pforzheim/Kreis Calw. In der Sitzung des Planungsausschusses am Mittwoch in Grömbach im Kreis Freudenstadt setzte sich die CDU-Fraktion dafür ein, ihren Vorschlag für eine neue Stadtbahn von Straubenhardt nach Pforzheim sowie weiter von der Goldstadt zu den Heckengäu-Gemeinden (Wurmberg, Wimsheim und Richtung Mönsheim) im neuen Regionalplan stärker zu betonen. Hintergrund: Die Bewertung, die zurzeit bereits anvisierte Verlängerung der Zuglinie von Ittersbach in die Gemeinde Straubenhardt als vorrangiges Ziel einzustufen, falle gegenüber der S-Bahnidee der CDU ab.

Eine Stadtbahn wie die nach Bad Wildbad wünscht sich die CDU-Fraktion im Regionalverband auch bis ins Heckengäu. Foto: Meyer
Eine Stadtbahn wie die nach Bad Wildbad wünscht sich die CDU-Fraktion im Regionalverband auch bis ins Heckengäu. Foto: Meyer

Doch eine knappe Mehrheit von 10:8 im Ausschuss beließ es bei den bisherigen Einstufungen. Die Christdemokraten in der Region drängen seit 2019 auf eine Machbarkeitsstudie über einen großen Wurf für diese Bahnachse durch Pforzheim und den Enzkreis.

Der Regionalverband hat aber auch Straßen, die dringend verbessert werden müssen, in den Vordergrund gerückt. Zum einen den vierspurigen Ausbau der B 10 zwischen Niefern und dem Pforzheimer Stadtteil Eutingen. Zurzeit zieht das Land in Niefern die erste von zwei neuen Brücken über die Enz hoch. Allerdings kämpft die Gemeinde weiter um einen besseren Schutz von Anwohnern der Bundesstraße vor dem Verkehrslärm, wie die PZ berichtete. Zudem sollen die Straßenplaner aus Sicht der Regionalräte dringend mehrere Ortsumfahrungen anpacken, so im Neulinger Ortsteil Bauschlott, in Bad Herrenalb, Bad Liebenzell, in Pforzheim-Büchenbronn, den Entlastungstunnel in der Stadt Calw sowie die Fortführung der Pforzheimer Westtangente nach Weißenstein zur Bundesstraße im Nagoldtal.

Der Regionalverband wird aber nicht mehr den Ausbau von Straßen verfolgen, die weder der Bund noch das Land im Auge haben, die früher jedoch einmal in der Diskussion waren. Konkret: Die Nordumfahrung Mühlacker, die Ostumgehung von Wilferdingen und die Umfahrungen von Unterreichenbach sowie Pforzheim-Huchenfeld werden aus den künftigen Ranglisten herausgenommen.

Autor: Ralf Steinert