Heimsheim
Enzkreis -  22.11.2020
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Schnellfahrstrecke wieder in Betrieb: Fahren Abellio und Go-Ahead nun verlässlich?

Pforzheim/Enzkreis. Corona und der Ausweichverkehr der mittlerweile sanierten Schnellbahntrasse Mannheim/Stuttgart haben den Kunden auf der Residenzbahn zwischen Stuttgart und Karlsruhe in diesem Jahr mächtig zugesetzt. Jede Menge Verspätungen und Ausfälle hatte es bei den Zugverkehren in der Region gegeben, ganz davon abgesehen, dass das Angebot wegen Corona ohnehin zeitweise ausgedünnt wurde.

Verspätungen und Zugausfälle gab es in diesem Jahr bislang jede Menge. Die bange Frage lautet: Wird das Angebot auch mal verlässlich? Im Bild Züge von Anbieter Abellio im Pforzheimer Hauptbahnhof. Archivfoto: Marx
Verspätungen und Zugausfälle gab es in diesem Jahr bislang jede Menge. Die bange Frage lautet: Wird das Angebot auch mal verlässlich? Im Bild Züge von Anbieter Abellio im Pforzheimer Hauptbahnhof. Archivfoto: Marx

Allerdings stellte sich stets auch die bange Frage: Wenn ab November die Schnellfahrstrecke wieder in Betrieb gegangen ist und anders als beim ersten Lockdown Einzelhandel und Schulen geöffnet bleiben, können dann die Eisenbahnverkehrsunternehmen Go-Ahead und Abellio ihren Aufgaben gerecht werden? In der Verantwortung sieht der Niefern-Öschelbronner Landtagsabgeordnete für ein verlässliches Bahnangebot nicht nur die Betriebe selber, sondern auch die Landesregierung.

In zwei Kleinen Anfragen hat sich der Parlamentarier nun an die Landesregierung gewandt. Schweickert möchte wissen, wie die Entwicklung bei der Pünktlichkeit auf der Residenzbahn eingestuft wird, auch fordert er Aufklärung über Fahrgastzahlen und Erkenntnisse über Zufriedenheitswerte. Schweickert sorgt sich darum, dass die Landesregierung die anvisierten Steigerungen bei den Fahrgastzahlen in den kommenden Jahren nicht werde einhalten können.

Weiterhin viele Beschwerden

Der Abgeordnete sagt, dass ihm nach wie vor von einer Vielzahl von Beschwerden berichtet werde. Es sei sei der Umstellung auf neue Betreiber und neue Angebotsstrukturen im Juni 2019 zu diversen Problemen gekommen, die die Attraktivität der Zugverbindungen in der Region erheblich eingeschränkt hätten.

Was Schweickert ebenfalls im Detail wissen möchte ist, welche Dinge auf das Konto des Ausweichverkehrs für die Schnellbahntrasse gegangen seien und was originär von den Eisenbahnverkehrsunternehmen versäumt worden sei. Schweickert wartet nun auf Antworten von der Landesregierung.

Autor: mar