Heimsheim
Enzkreis -  30.03.2021
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Ungeliebte Radwegsvariante bei Birkenfeld findet dank Förderung doch noch eine Mehrheit

Enzkreis. Einmal ist der Bau eines Radwegs entlang der Regelbaumstraße von Birkenfeld zum Ersinger Kreuz bei den Kreisräten 2019 schon durchgefallen. Nun hat der Lückenschluss zwischen dem Kelterner Steinbruch und der Wilferdinger Höhe eine Mehrheit bekommen – wenn auch keine überzeugende. Zwölf Kreisräte sprachen sich gegen das Projekt aus, zehn enthielten sich. So blieben am Ende nur 32 Ja-Stimmen.

Beim Eiscafé Ai Giardini soll der neue Radwegsabschnitt beginnen und gleich die Kreisstraße queren. Foto: Ketterl
Beim Eiscafé Ai Giardini soll der neue Radwegsabschnitt beginnen und gleich die Kreisstraße queren. Foto: Ketterl

Das unveränderte Problem: die Streckenführung. Die Radfahrer werden zwei Mal über die meistbefahrene Kreisstraße in der Region gelotst – beim Eiscafé Ai Giardini („Hubere“) von Keltern her auf die Pforzheimer Seite und in der Nähe der Autobahnbrücke wieder zurück. Zwei Fahrbahnteiler sollen hier den Planungen zufolge nun für Sicherheit sorgen. Eine andere Trassenführung sei geprüft worden, aber aufgrund von Naturschutzgründen oder der Topografie nicht möglich.

Den Ausschlag für das Ja zum Bau des 1,7 Kilometer langen Abschnitts, der rund 1,3 Millionen Euro kosten soll, gab nun wohl die Fördersituation. 90 Prozent schießen Bund und Land zu. Am Enzkreis bleiben nur rund 65.000 Euro Eigenanteil hängen, an der Stadt Pforzheim etwa 130.000 Euro. Die müsse nun ebenfalls noch über den Bau entscheiden, dann könne der Weg bis 2023 gebaut werden, so der Erste Landesbeamte Wolfgang Herz.

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