Heimsheim
Enzkreis -  14.07.2021
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Wahlkampf wird wieder am Bierstand gemacht: SPD setzt auf Gespräche vor Ort

Enzkreis/Pforzheim. Endlich wieder persönliche Gespräche, endlich wieder auf ein Getränk zusammenstehen und von Angesicht zu Angesicht über Politik diskutieren: Die Bundestagskandidatin der SPD für Pforzheim und Enzkreis, Katja Mast, freut sich auf den direkten Kontakt zu potenziellen Wählern. Nach ersten Vor-Ort-Terminen in der Region ist klar: Auch die Menschen sind mitteilungsbedürftiger.

Mit dem Wahlkampfplakat der Bundestagskandidatin Katja Mast setzt die SPD auf den Bekanntheitsgrad der Abgeordneten. Um die Stimmen kämpfen mit: Wahlkampfleiter Ralf Lauer, der Vorsitzende der SPD-Enzkreis, Paul Renner, und die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Pforzheim, Johanna Kirsch (von rechts). Foto: Moritz
Mit dem Wahlkampfplakat der Bundestagskandidatin Katja Mast setzt die SPD auf den Bekanntheitsgrad der Abgeordneten. Um die Stimmen kämpfen mit: Wahlkampfleiter Ralf Lauer, der Vorsitzende der SPD-Enzkreis, Paul Renner, und die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Pforzheim, Johanna Kirsch (von rechts). Foto: Moritz

So werden in den Gesprächen der Wahlkampftour unter dem Motto „Auf ein Wort mit Katja“ auch mal zwei, drei daraus – oder sogar eine ganze Stunde, die Mast mit Interessierten am Bierstand spricht. „Beim Termin in Keltern sind extra Menschen aus Pforzheim angereist“, sagt Mast.

Seit 2005 sitzt sie im Bundestag – und darauf scheinen auch ihre Wahlplakate ausgerichtet, die sie mit ihrem Wahlkampfleiter Ralf Lauer aus Mühlacker, dem Vorsitzenden der SPD-Enzkreis, Paul Renner, und der stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Pforzheim, Johanna Kirsch, am Mittwoch vorstellte. Großes Foto, Name, auf rotem Hintergrund. „Die Leute kennen mich inzwischen“, so Mast.

Ein digitales Wahlstudio wie zur Landtagswahl wird es diesmal nicht mehr geben. Trotzdem würden die digitalen Kanäle bespielt. „Ich weiß nicht, ob andere Kandidaten auf Social Media so präsent sind wie ich“, sagt Mast. Ansonsten sind es vor allem die jüngeren Wahlkämpfer der SPD, die im Netz für Wirbel sorgen sollen. Von den 17 Köpfen aus dem Wahlkampf-Organisationsteam sind zehn unter 35 Jahre alt. „Dabei wird ihnen von älteren Parteimitgliedern der Rücken gestärkt“, sagt Wahlkampfleiter Lauer.

Nach den Corona-Bestimmungen nutzt man die Freiheiten für Aktionen vor Ort, will wieder „mehr an die Basis“, wie Lauer sagt: „Die Leute sind nach der Pandemie mitteilungsbedürftiger.“ Inhaltlich drehen sich die Gespräche weniger um Corona als um Sachpolitik: Pflege, Rente, Klimaschutz. Bei diesen Themen will die SPD angreifen.

Autor: heg