Knittlingen
Knittlingen -  15.10.2026
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Knittlingen muss in Schule und Rathaus investieren

Knittlingen. Rund 330.000 Euro für die Grundschule Freudenstein: Knittlingen muss Brandschutz verbessern.

Der Brandschutz für kommunale Gebäude stellt die klamme Fauststadt vor kostspielige Herausforderungen – und wirft zugleich grundsätzliche Fragen auf: Wie viel muss die Stadt in ihre Gebäude investieren, und wo liegen die Grenzen des finanziell Machbaren? Dabei geht es nicht nur um sechsstellige Sanierungskosten für die Grundschule in Freudenstein. Auch das Faust-Museum und das Rathaus stehen im Fokus. Die jüngste Debatte im Gemeinderat zeigt, wie eng Sicherheitsanforderungen, kommunale Haushaltslage und die Zukunft öffentlicher Einrichtungen miteinander verknüpft sind.

Erste Schritte geplant

Hagen Jarzambek als ausführender Planer stellte im Rat die geplanten Schritte zur Ertüchtigung des Brandschutzes in der Freudensteiner Grundschule vor. Gut 330.000 Euro brutto veranschlagte er hierfür. Bürgermeister Alexander Kozel war guter Dinge, dass man im Januar oder Februar die Baugenehmigung erhalten werde. “Die Vergabe sollte dann ab März starten und dann werden die Maßnahmen so zügig wie möglich umgesetzt“, sagte der Schultes. Er rechnete mit einem Abschluss der Arbeiten gegen Ende 2027. Liane Matheis (PWV) fragte nach, ob sich die hohen Investitionen bei zukünftig stark sinkenden Schülerzahlen überhaupt noch rechnen werden. „Ist der Schritt jetzt noch der sinnvolle Schritt?“, fragte die Gemeinderätin. Laut Kozel sei dies ein Blick in die Glaskugel. Man plane momentan eher pessimistisch.

„Allerdings lautet das Credo kurze Beine, kurze Wege, deshalb ist es wünschenswert, die Grundschule zu erhalten“, sagte Kozel. Timo Steinhilper (SPD) plädierte dafür, dass man sich nun auch mal im Gremium entscheiden müsse. Jochen Stöhr (UBK) ergänzte, dass der Brandschutz nur ein Anfang von vielen weiteren Maßnahmen sein könne: „Die Toiletten sind unzumutbar, auch der Hof“, sagte Stöhr. Gitta Lampert (AL) erkundigte sich nach den Gesamtkosten. „Wenn wir die endgültigen Kosten haben, können wir Anfang 2027 diese wichtige Entscheidung treffen“, sagte der Bürgermeister.

Beim Rathaus müsse ebenfalls der Brandschutz ertüchtigt werden. Auch hier liefe die Genehmigungsphase an. „Unser Ziel ist es, dass wir mit möglichst wenig baulichen Eingriffen weitermachen“, sagte Kozel. Laut Jarzambek sei man mit dem Landratsamt Enzkreis in enger Abstimmung und habe schon erreicht, dass man den ehemaligen Ratssaal wieder nutzbar machen könne.

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