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Königsbach-Stein -  13.07.2026
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Bester Abiturient in Königsbach: Ein Überflieger, der auf dem Boden geblieben ist

Königsbach-Stein. Kritik gibt es nicht, an keiner Stelle. Stattdessen steht immer das Positive im Mittelpunkt. Während des gesamten Gesprächs sprüht Mathis Lamprecht nur so vor Optimismus und Zuversicht. Der 18-Jährige hat viel erreicht und viel vor. Als am Königsbacher Lise-Meitner-Gymnasium vor kurzem die Abiturzeugnisse verteilt wurden, fiel sein Name als letzter.

In seiner Freizeit sieht man Mathis Lamprecht oft auf dem Fußballplatz, meistens im Trikot der Steiner Turngesellschaft.
In seiner Freizeit sieht man Mathis Lamprecht oft auf dem Fußballplatz, meistens im Trikot der Steiner Turngesellschaft. Foto: Nico Roller

Denn Mathis ist es gelungen, den besten Durchschnitt zu erreichen: 890 von 900 Punkten hat er geschafft – und damit rein rechnerisch eine Note, die noch unter 1,0 liegt. Bei der Abiturfeier erhält er nicht nur dafür viele Preise, sondern auch für seine herausragenden Leistungen in den einzelnen Fächern und für sein großes Engagement in der Bigband der Schule.

Sehr viele Preise. Auf die Idee, damit anzugeben, würde Mathis aber nie kommen. Stattdessen wiegelt er ab und meint, ihm sei das Lernen eben schon immer eher leichtgefallen. An seine Schulzeit erinnert er sich gern, vor allem wegen seiner Mitschüler. „Wir hatten einen echt coolen Jahrgang und eine richtig gute Zeit.“ Spaß gemacht hat Mathis die Schule schon immer, vor allem der Mathematik-Unterricht. Klar, dass Mathe in der Oberstufe zum Leistungskurs wurde, neben Physik und Wirtschaft. Zu Beginn der Kursstufe hat Mathis sich das Ziel gesetzt, beim Abitur einen Durchschnitt von 1,3 zu erreichen.

„Irgendwann habe ich dann gemerkt, dass eine 1,0 drin sein könnte.“ Verbissen darauf hingearbeitet hat er aber nie, denn er weiß: „Man darf sich da nicht zu sehr reinsteigern.“ Mathis ist dankbar, dass ihn seine Eltern immer unterstützt, aber nie unter Druck gesetzt haben. Obwohl seine zu den besten im ganzen Land gehören, ist Mathis überzeugt, dass Noten nicht der einzige Faktor sein sollten, um Menschen zu beurteilen. Für den 18-Jährigen steht fest, dass es noch viele andere Fähigkeiten gibt, die wertvoll für die Gesellschaft sind. Er selbst hat sich immer sozial engagiert, etwa als Ministrant und in der Bigband des Gymnasiums. Musik macht er schon, seitdem er an der Steiner Heynlinschule die Bläserklasse besucht hat. Beim Steiner Musikverein gehörte er mit seiner Posaune zunächst zum Jugend-, dann zum großen Orchester. Schon seit seinem sechsten Lebensjahr spielt Mathis Fußball bei der Steiner Turngesellschaft, zuletzt in der Herrenmannschaft. Mathis ist überzeugt, dass ihm Fußball als Ausgleich zur Schule, aber auch zum Erlernen von Teamfähigkeit viel gebracht hat. Nach seinem Schulabschluss will er ins Ausland gehen – nach Südafrika. Vermittelt von der Erzdiözese Freiburg, absolviert er ein freiwilliges internationales Jahr bei den „Peace Players“: einem Sportprojekt, das Kindern und Jugendlichen über Basketball ein friedliches, konfliktfreies Zusammenleben beibringen will. Wenn er zurückkehrt, will er studieren. Luft- und Raumfahrttechnik könnte er sich gut vorstellen, vielleicht an der Technischen Universität München. Dort wäre der Studiengang zwar komplett auf Englisch, aber das macht Mathis nichts aus. Schließlich wird er in Südafrika mehr als genug Englisch sprechen.