Maulbronn
Maulbronn -  13.09.2026
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15.000 Besucher beim Kräutermarkt in Maulbronn: „Kräuterhexe“ warnt vor gefährlichen Verwechslungen

Maulbronn. „Kräuter heilen, aber sie können auch töten“, erklärte Gabriele Bickel als Veranstalterin des mittlerweile 17. Maulbronner Kräuter- und Erntemarktes am Samstag im Gespräch. Bärlauch, zum Beispiel, heile, wenn man ihn aber mit der Pflanze Herbstzeitlose verwechsle, weil die Blätter sich gleichen, könnte man sterben, verdeutlichte Bickel. Die selbst ernannte „Kräuter-Hexe aus Maulbronn“ hat den Markt bereits im Jahr 2008 ins Leben gerufen.

Seit 2008 veranstaltet die Maulbronner „Kräuterhexe“ Gabriele Bickel den Maulbronner Kräuter- und Erntemarkt. Mit großem Erfolg, wie die Besucherzahlen zeigen.
Seit 2008 veranstaltet die Maulbronner „Kräuterhexe“ Gabriele Bickel den Maulbronner Kräuter- und Erntemarkt. Mit großem Erfolg, wie die Besucherzahlen zeigen. Foto: Prokoph

Auf insgesamt rund 15.000 Besucher bezifferte sie die Schar derer, die bei gutem Wetter am Samstag und Sonntag auf dem Maulbronner Klosterhof verweilten, um sich mit Kräutern, Gewürzen, Ölen oder anderen ansprechenden Produkten, wie zum Beispiel Filztaschen, Seifen und Kürbissen einzudecken. Am Sonntag gab es zudem von der Klosterverwaltung eine Bastelaktion für Kinder.

Ausbildung in Pharmazie

Schon seit ihrer Kindheit hat sich Gabriele Bickel für Kräuter interessiert und deshalb später eine Ausbildung im Bereich der Pharmazie gemacht. Denn ihre Mutter Anneliese habe ihr schon früh die Welt der Kräuter nahegebracht, mit ihr gekocht, Kräuter angebaut und geerntet. „Kräuter sind ein unerschöpfliches Thema“, erklärte die 71 Jahre alte Bickel, die als Autorin schon zahlreiche Publikationen dazu verfasst hat und in ihrem Geschäft „Kräuterhexe“ als kompetente Ansprechpartnerin gilt. „Wenn man sich mit Kräutern befasst, muss man sich kundig machen“, sagte Bickel. Und das bot sich beim Markt an den vielen Ständen an.

Kräuter gut für die Gelenke

Schon ab 11 Uhr waren die Besucher am Samstag ins Klostergelände geströmt, um sich auch vom Duft der Kräuter inspirieren zu lassen. „Ich liebe diesen Kräutermarkt“, sagte die Pforzheimerin Silvia Kagel. Das bestätigte auch Kai-Uwe Trefz, der mit einer Gruppe aus Korntal zur Klosterbesichtigung und zum Markt gekommen war. Am Stand der Elsässer Stammausstellerin Blanche Franck deckten sich Andrea Weigel und Roland Müller, die extra aus der Pfalz gekommen waren, mit leckeren Keksen aus der Bretagne ein, nachdem sie zuvor Argan- und Kreuzkümmelöl, die gut für Gelenke seien, gekauft hatten. „Hier gibt es besondere Dinge zu kaufen, wie eine handgemachte Seife aus Aleppo“, freute sich die Eutingerin Katrin Jentsch über das große Angebot. Und seit vier Jahren gehört die Ukrainerin Victoria Lishchuk mit ihren besonderen Ölen zu den Stammausstellern.