12,5 Millionen Euro Kreisumlage an den Enzkreis: Gewerbesteuern gehen auch in Mönsheim zurück
Mönsheim. „Wir haben ein spannendes Thema vor uns, den Haushalt 2026“, so Mönsheims stellvertretende Bürgermeisterin Margit Stähle zu Beginn der öffentlichen Haushaltsberatung, bevor sie an Kämmerer Andreas Scheytt übergab. „Wir haben vor allem große Zahlen dieses Jahr“, merkte dieser an und erklärte, dass der Enzkreis rund 12,5 Millionen Euro Kreisumlage von der Gemeinde erhalte. „Damit sind wir zweitgrößter Zahler nach der Stadt Mühlacker.“
Als Ursache führte er die guten Gewerbesteuereinnahmen aus dem Jahr 2024 an.
Problematisch sei, dass es dieses Jahr nicht mehr so viele Gewerbesteuereinnahmen geben werde, weshalb man mit einem Defizit von 21,5 Millionen Euro rechne und einem Zahlungsmittelbedarf von 20,7 Millionen Euro im Ergebnishaushalt. „Das macht uns dieses Jahr noch kein Problem, weil wir die Steuereinnahmen aus dem Jahr 2024 angelegt haben und das Rückführen können“, sagte Scheytt. „Es ist aber durch die rückläufigen Gewerbesteuereinnahmen im Finanzplanungszeitraum abzusehen, dass wir den Haushalt nicht ausgleichen können, außer die Wirtschaft springt wieder an.“ Er erklärte, dass die Rücklagen im Finanzplanungszeitraum voraussichtlich aufgebraucht werden. Für das Jahr 2029 prognostizierte er sogar eine Darlehensaufnahme. Für das Rathaus kündigte Scheytt die Montage der Vogelschutzfolie voraussichtlich für Ende April an, falls das Wetter mitspielt. Dafür waren im vorangegangenen Haushalt bereits 30.000 Euro eingestellt. 40.000 Euro sollen in die Beschaffung von zwei Sirenen für Mönsheim und den Appenberg fließen. Im Bereich Schule sind die größten Posten die Sanierung des Schulhofs für 400.000 Euro sowie die Sanierung der Treppe für 280.000 Euro.
Ganz neu eingestellt wurden 100.000 Euro für die Umnutzung des ehemaligen Hausmeisterhauses für die Kernzeitbetreuung. Zum Thema Freibad teilte die stellvertretende Bürgermeisterin mit, dass in diesem Jahr keine Fremdfirma benötigt werde, sondern eigenes Personal gefunden wurde. Zudem sollen für die Appenbergsporthalle und die Festhalle Sanierungsfahrpläne erstellt werden. Für Straßen und Wege sind in diesem Jahr jeweils 700.000 Euro für die Belagssanierung der Wirtschaftswege und die Maßnahmen in der Jahnstraße eingeplant. Ebenfalls für die Jahnstraße werden 350.000 Euro im Bereich Abwasserbeseitigung eingeplant. Für die Sanierung des historischen Turms neben dem Rathaus wurden vorsorglich 100.000 Euro eingestellt.
