Mehr als 3500 Besucher: Parkplatzsuche wird am Mühlacker Freibad zur Geduldsprobe
Mühlacker. Das heiße Sommerwochenende hat dem Mühlacker Freibad einen Besucheransturm beschert. Weil die Parkplätze nicht ausreichten, suchten viele Autofahrer rund um das Bad nach Stellplätzen – manche offenbar auch im Park- und Halteverbot.
Mehr als 3500 Besucher haben am vergangenen Sonntag das Mühlacker Freibad besucht. Der große Andrang sorgte nicht nur für volle Liegewiesen und Becken, sondern auch für erhebliche Parkplatzprobleme rund um das Bad. „Wir haben ja schon damit gerechnet und waren entsprechend aufgestellt“, sagt Betriebsleiter Andreas Pfisterer. Angespannt sei die Situation dennoch gewesen. Das Personal vor Ort habe den Besucheransturm jedoch sehr gut bewältigt.
Bereits am Samstag zählte das Freibad rund 3300 Badegäste. Am Sonntag kamen sogar mehr als 3500 Besucher. Nach Angaben Pfisterers handelt es sich allerdings nicht um einen Rekordwert. Solche Besucherzahlen habe es auch in den vergangenen Jahren bereits gegeben. An seine Grenzen stieß hingegen die Parkplatzsituation.
„Bei solch einem Andrang reichen die Parkplätze leider nicht aus“, sagt der Betriebsleiter Pfisterer.
Wer keinen Stellplatz finde, sei verständlicherweise verärgert. Pfisterer geht davon aus, dass manche Besucher deshalb sogar wieder umgekehrt seien. Beschwerden direkt bei ihm habe es zwar nicht gegeben, das Problem sei jedoch bekannt. „An solchen Tagen ist das schon ein Problem.“
Wie angespannt die Lage zeitweise war, schildert auch ein PZ-Leser. Nach seinen Angaben waren die Parkplätze rund um das Freibad vollständig belegt. Zahlreiche Autos seien deshalb im Park- und Halteverbot abgestellt worden. Zudem habe es im Freibad eine Lautsprecherdurchsage gegeben, in der Fahrzeughalter aufgefordert worden seien, ihre Autos umzuparken. Andernfalls drohe das Abschleppen der Fahrzeuge. Von chaotischen Zuständen rund um das Freibad ist der Polizei allerdings nichts bekannt. Polizeisprecher Benjamin Koch teilte auf PZ-news-Anfrage mit, dass beim Polizeirevier Mühlacker keine entsprechenden Einträge oder besonderen Vorkommnisse dokumentiert wurden.
Am grundsätzlichen Problem mangelnder Parkplätze an Spitzentagen ändere das jedoch nichts, macht Pfisterer deutlich. An der Situation lasse sich aus seiner Sicht nur schwer etwas ändern. Sein Appell an die Besucher: Wer die Möglichkeit habe, sollte das Auto an besonders heißen Tagen stehen lassen. Als Alternativen nennt er die Anreise zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Zweirad, mit dem Bus oder Fahrgemeinschaften mit Bring- und Abholdienst. Dass sich die Situation in diesem Sommer wiederholt, hält der Betriebsleiter für wahrscheinlich. Angesichts weiterer angekündigter Hitzetage rechnet Pfisterer mit vergleichbaren Besucheranstürmen in den kommenden Wochen.
