Mühlacker
Mühlacker -  26.06.2026
Artikel teilen: Facebook Twitter Whatsapp

Mühlacker plant zwei neue Stellen für Flüchtlingsbetreuung

Mühlacker. Während die Containeranlage am „Lienzinger Tor“ weiterhin leer steht, will die Stadt ihre Flüchtlingsbetreuung neu aufstellen. Der Gemeinderat entscheidet am Montag über die Pläne.

Die Containeranlage am „Lienzinger Tor“ steht trotz ihrer Fertigstellung Mitte April weiterhin leer. Am Montag berät der Gemeinderat über zusätzliche Stellen für die Betreuung und Integration Geflüchteter.
Die Containeranlage am „Lienzinger Tor“ steht trotz ihrer Fertigstellung Mitte April weiterhin leer. Am Montag berät der Gemeinderat über zusätzliche Stellen für die Betreuung und Integration Geflüchteter. Foto: Meyer

Während in Mühlacker zuletzt vor allem über die leerstehende Containeranlage am Lienzinger Tor diskutiert wurde, sieht die Stadt an anderer Stelle Handlungsbedarf. Der Gemeinderat soll am Montag zwei Vollzeitstellen für die Betreuung und Integration Geflüchteter schaffen. Die Verwaltung begründet dies mit den hohen Belastungen des vergangenen Jahres.

Auslöser für die Neuorganisation ist die Kündigung einer Mitarbeiterin, deren befristete Stelle der Gemeinderat im Jahr 2024 geschaffen hatte. Nach Angaben der Verwaltung soll dies genutzt werden, um die Flüchtlingsbetreuung personell und inhaltlich neu aufzustellen. Künftig soll der Bereich mit zwei Vollzeitstellen besetzt werden. Gleichzeitig sollen ordnungsrechtliche Aufgaben wieder von der Ortspolizeibehörde übernommen werden, sodass sich die Mitarbeiter verstärkt auf die Betreuung und Integration konzentrieren können.

Zur Begründung verweist die Stadt auf die hohe Belastung durch die Anschlussunterbringung im vergangenen Jahr. Seit Anfang 2025 seien innerhalb eines Jahres mehr als 200 Menschen neu in die Anschlussunterbringung aufgenommen worden. Insgesamt müssten derzeit rund 400 Geflüchtete im Stadtgebiet betreut werden. Nach Vorstellung der Verwaltung sollen die beiden Fachkräfte regelmäßig in den Unterkünften präsent sein, Integrationsangebote organisieren, Problemlagen frühzeitig erkennen und die Bewohner bei der Wohnungssuche unterstützen. Dadurch könnten Unterkünfte schneller wieder frei werden und für künftige Zuweisungen zur Verfügung stehen. Für Diskussionen dürfte die Vorlage auch deshalb sorgen, weil sie in eine Zeit fällt, in der die Flüchtlingszahlen zuletzt deutlich zurückgegangen sind. Erst in der vergangenen Woche hatte die Stadt mitgeteilt, dass die neue Containeranlage am Lienzinger Tor trotz ihrer Fertigstellung Mitte April weiterhin leer steht. Die erste Belegung soll nach Angaben der Verwaltung bis Ende Juli abgeschlossen sein.